Haus über Kopf



D: Steve Martin, Queen Latifah, Eugene L evy, R: Adam Shankman, 105 Min.

Peter Sanderson (Steve Martin) ist ein erfolgreicher Anwalt in Steuerdingen, aber privat läuft es nicht ganz so rosig, seitdem er von seiner Frau und den beiden Kindern getrennt lebt. Etwas neuen Schwung bringt eine Chat-Freundin in sein Leben, "Lawyer-Girl", offensichtlich auch Anwältin. Nach diversen Online-Treffen mit ihr steht endlich das erste reale Date ins Haus, und für die vom Foto bekannte Blondine legt sich Peter mächtig ins Zeug mit romantischer Musik, Champagner, gutem Essen und Kerzenschein. Als es läutet, traut er seinen Augen nicht - eine dralle Schwarze mit hippem Slang kommt herein geschneit und quasselt munter drauf los. Bevor Peter sie rausschmeißen kann, erklärt sie ihm, dass sie gerade aus dem Gefängnis kommt, wo sie unschuldig gesessen habe - und sie bittet ihn, ihren Fall neu aufzurollen. Völlig perplex schmeißt der frustrierte Anwalt die aufdringliche Wuchtbrumme aus dem Haus - was sich diese allerdings so nicht gefallen lässt. So leicht wird er Charlene (Queen Latifah) nicht mehr los - und das, wo Peter doch gerade am Vertragsabschluss seines Lebens arbeitet, mit einer alten, steinreichen Lady. Nach und nach entdeckt er sogar nette Seiten an der so völlig anders gearteten Gute-Laune-Frau, auch seine zu Besuch bei ihm verweilenden Kinder freunden sich mit ihr an. In der Folge kommt es zu einigen aberwitzigen Situationen, mit der schwarzenfeindlichen Nachbarin, mit der alten Lady, mit Charlenes Clique oder auch mit Peters Ex-Frau...

"Haus über Kopf" legt zu Beginn munter und witzig los, man hat viel zu lachen, wobei die Besetzung mit Steve Martin und Queen Latifah optimal ist. In der Mitte des Films beginnt er dann leider, sich etwas hin zu strecken, Längen zu offenbaren. Anscheinend sind den Drehbuchschreibern hier etwas die Ideen knapp geworden - schade. So hat man es im Endeffekt mit einem nur mittelmäßigen Film zu tun, den man sich an einem relaxten, lauen Sommerabend aber ruhig mal antun kann - Nachdenken braucht man nicht viel.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)