Der Herr der Ringe 3 - Die Rückkehr des Königs



D: Elijah Wood, Sean Astin, Dominic Monaghan, R: Peter Jackson, 200 Min.

Die Reise der Gefährten nähert sich ihrem Ende. Ein letztes Mal bedroht Sauron die Menschheit – sein Heer hat Minas Tirith angegriffen, die Hauptstadt von Gondor. Nur ein schwächlicher Truchsess wacht noch über das einst mächtige Königreich, das seinen König nie dringender benötigte als jetzt. Doch bringt Aragorn (Viggo Mortensen) die Kraft auf, jene Aufgabe zu übernehmen, für die sein Schicksal ihn bestimmt hat? Während Gandalf (Ian McKellen) verzweifelt versucht, die mutlosen Kämpfer von Gondor zu motivieren, sammelt Théoden (Bernard Hill) die Krieger von Rohan, um am Kampf teilzunehmen. Aber obwohl sie tapfer und leidenschaftlich Widerstand leisten, haben die Streitkräfte der Menschen – unter denen sich Eowyn (Miranda Otto) und Merry (Dominic Monaghan) verbergen – dem überwältigenden Ansturm der feindlichen Legionen gegen das Königreich kaum etwas entgegenzusetzen. Jeder Sieg fordert große Opfer. Trotz der starken Verluste stellen sich die Gefährten der größten Schlacht ihres Lebens – vereint durch ein einziges Ziel: Sauron muss so lange abgelenkt werden, bis Frodo (Elijah Wood) seine Mission erfüllen kann. Auf seinem Weg durch trügerisches Feindesland ist dieser immer mehr auf Sam (Sean Astin) und Gollum angewiesen, während der Ring ständig seine Treue und letztlich auch seine Menschlichkeit auf die Probe stellt...

Mit dem abschließenden Teil der Trilogie ist Peter Jackson wieder ein großer Wurf gelungen - nicht mehr verwunderlich nach den ersten beiden Teilen. Zu Beginn sieht man, wie Gollum zu dem geworden ist, was er ist - ein zwiegespaltener, kleiner Bösewicht, der nichts anderes will, als Frodo den Ring abzunehmen. Hierfür stachelt er ihn gegen seinen engsten Verbündeten und Freund Sam auf, und erst durch den Angriff einer Riesenspinne wird Frodo seine Dummheit deutlich. Neben diesem Zweig der Story gibt es natürlich auch wieder wundervolle Landschaftsaufnahmen, große Kampfszenen, die wieder mal effektreich ausgearbeitet wurden, und diverse Einzelschicksale im Puzzle des Ganzen. Diese berichten von tapferen, nicht ernst genommenen Hobbits über die traurige Elbenprinzessin Arwen (Liv Tyler) bis zum witzigen, unerschüttlichen Zwerg Gimli (John Rhys-Davies). Sauer war Christopher Lee, dass sein dargestellter Charakter, der Zauberer Saruman, schlichtweg komplett heraus geschnitten wurde und erst in der verlängerten DVD-Fassung auftauchen wird. Das Ende des Films wirkt etwas in die Länge gezogen, aber hiermit gehorcht Jackson nur dem Buch von Tolkien - ein großartiger Abschluss einer überwältigenden Trilogie.

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)