HOP - OSTERHASE ODER SUPERSTAR?
Darsteller:  James Marsden, Kaley Cuoco
Regie:  Tim Hill
Dauer:  98 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  movies.uip.de/hoposterhasesuperstar
 

Dass es mit den Weihnachtsfilmen ein fast schon eigenes Genre gibt, das zur kalten Jahreszeit regelmäßig die Kinokassen klingeln lässt, ist ja nicht neu. Aber erwartet uns jetzt Ähnliches mit Ostern, oder ist das Thema dann doch eher zufällig gewählt worden, und der Streifen wird zweckmäßigerweise rechtzeitig zum Fest an den Start geschickt? Wahrscheinlich eher Ersteres bei der verlockenden Aussicht auf kommerziellen Erfolg – nun also der Osterfilm.

Wer jetzt auf den großen Anspruch hofft, wird sicherlich enttäuscht, denn herausgekommen ist dabei genau das, was man angesichts des Titels auch erwarten durfte: seichte Unterhaltung für die ganze Familie. Die allerdings ist echt gut gemacht, hat man doch mit Regisseur Tim Hill („Alvin und die Chipmunks“) eine Koryphäe der nicht ganz unproblematischen Kombination von Animation und Realfilm an Bord. So verwundert es auch nicht weiter, dass sich Hase E.B. nahezu nahtlos in die Welt unseres Protagonisten Fred (James Marsden) einfügt.

Der bekam gerade von seinen Eltern die Pistole auf die Brust gesetzt, sein Leben endlich in geregelte Bahnen zu lenken, als ihm E.B. ins Auto läuft. Natürlich kann er kurz vor einem Bewerbungsgespräch alles andere gebrauchen als einen hyperaktiven, sprechenden Hasen, der noch dazu mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat wie er selbst. Während nämlich E.B.s Vater- seines Zeichens niemand anderes als der Osterhase - selbstverständlich davon ausgeht, dass sein Sohn in Kürze seine Nachfolge antritt, steht dem der Sinn eher nach Schlagzeug spielen. Und so finden hier zwei zueinander, die beide auf der Suche nach ihrem richtigen Weg sind. Soweit das Buddy-Movie, Dramatik bekommt die Geschichte erst, als auf den Osterinseln Küken Carlos, selbst seit jeher scharf auf den Posten des Osterhasen, zur Revolution aufruft und versucht, die Macht im Süßigkeitenparadies an sich zu reißen.

Hängen bleibt dabei vor allem, wie perfekt hier Realfilm und Animation ineinander übergehen, gerade wenn man sich vor Augen führt, wie holprig dies noch zu den Anfängen dieser Kombination („Elliott, das Schmunzelmonster“, „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“) geschah. Da heißt es schon mal über die Handlung hinwegzusehen, die hier trotz Krisenszenario im Reich des Osterhasen doch eher ohne Konfliktpotenzial dahinplätschert. Nichtsdestotrotz ist das alles wirklich nett anzuschauen und besonders die Kleinen werden an dem frechen, knuddeligen Häschen ihre Freude haben.

Wertung: 5 von 10 Punkten

(Mick)