INTRUDERS
Darsteller:  Clive Owen, Daniel Brühl, Carice van Houten
Regie:  Juan Carlos Fresnadillo
Dauer:  100 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Website:  movies.uip.de/intruders
 

Mit "Intruders" legt der spanische Filmemacher Juan Carlos Fresnadillo nach seinem gut gelungenen Zombie-Splatter "28 Weeks Later" einen weiteren Film im Grusel-Genre hin - mit dem er allerdings schwer enttäuscht. Mit Clive Owen und Carice van Houten hat er namhafte Besetzung am Start, die allerdings trotz solidem Spiel natürlich nicht die Schwächen der Geschichte ausmerzen können.

Wir sehen zwei Kinder, die nachts von einem bösen, unheimlichen Mann bedroht werden, der ihnen erscheint und mächtig Angst einjagt. Juan (Izán Corchero) lebt mit seiner Mutter Luisa (Pilar López de Ayala) in Spanien, und da sie streng gläubig sind, suchen sie Hilfe beim jungen Priester Antonio (Daniel Brühl). Mia (Ella Purnell) hat in England das gleiche Problem, doch während ihr Vater John (Clive Owen) ihr nicht nur glaubt, sondern das dunkle Wesen sogar auch sieht, hält ihre Mutter Sue (Carice Van Houten) das Ganze für Wahnvorstellungen und vertraut auf ärztlichen Rat - dies spaltet nebenbei auch noch die Familie.

Rein technisch gesehen hat Fresnadillo durchaus solide Arbeit geleistet und erzeugt durch besondere Sichtwinkel interessante Optik und durch bedrohliche Musik auch eine Spur von Thrill. Nur verfliegt dieser wieder, wenn sich das Ganze ständig wiederholt und ziemlich wenig passiert, bis einen irgendwann eine völlig unbefriedigende Auflösung präsentiert wird. Diese begründet alles, was man vorher gesehen hat, im Realismus und beschnürt im Endeffekt Fresnadillo dann auch zurückblickend die komplette Zeit über darin, seine Phantasie ausleben zu können. Kann man mal im Fernsehen schauen, wenn gerade nichts anderes Tolles kommt - im Kino muss es aber nicht sein.

Wertung: 4 von 10 Punkten

(Tobi)