INVICTUS - UNBEZWUNGEN
Darsteller:  Matt Damon, Morgan Freeman, Bonnie Henna
Regie:  Clint Eastwood
Dauer:  133 Minuten
FSK:  freigegeben ab 6 Jahren
Weblink:  www.invictus-derfilm.de
 

Nelson Mandela ist jedem als Apartheitsgegner ein Begriff, der lange Jahre im südafrikanischen Gefängnis saß, bevor er nach seiner Freilassung zum weltweit gefeierten Präsident des Landes wurde. In "Invictus – Unbezwungen" erzählt uns Regisseur Clint Eastwood eine Geschichte über Mandela, die man vielleicht noch nicht gehört hat und die auch bei weitem nicht so politisch ist. Mandela (Morgan Freeman) wird als Präsident bewusst, dass der Sport Rugby immensen Zuspruch im Volk erfährt, dass aber die Nationalmannschaft nicht mit den besten Ländern der Welt mithalten kann. Da allerdings die Weltmeisterschaft 1995 im eigenen Land stattfindet, verfolgt er die Idee, das Team bis zum Turnier konkurrenzfähig zu machen. Hierfür müssen Denk-Grenzen eingerissen werden, hierfür muss das Land geschlossen hinter der Sache stehen - und hierfür muss Mannschaftskapitän Francois Pienaar (Matt Damon) die Jungs voran bringen, sportlich und vor allem auch in puncto Ehre und Motivation, wo Mandela ihm tatkräftig unter die Arme greift...

"Invictus" ist vor allem ein Sportfilm, aber vor dem Hintergrund der Mandela-Historie kein gewöhnlicher. Eastwood gelingt es bestens, die Probleme in Südafrika mit anzusprechen, aber so geschickt, dass sie hier nicht im Mittelpunkt stehen. Vielmehr geht es um Mandelas Fähigkeit, eine Leidenschaft und Liebe aufzubauen für eine Sache, für die er sich begeisert und bei der er dann auch mit vollem Herzen dabei ist. Es geht um den respektvollen Umgang mit dem Sport und dem Team, besonders mit dem fleißigen, hingebungsvollen Pienaar. Lässt sich prima anschauen, dieser Streifen, bestens besetzt, actionreich wie hintergründig, und niemals langweilig werdend.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)