JOHN WICK - KAPITEL 2
Darsteller:  Keanu Reeves, Bridget Moynahan, Laurence Fishburne, Ruby Rose
Regie:  Chad Stahelski
Dauer:  123 Minuten
FSK:  freigegeben ab 18 Jahren
Website:  www.johnwick-filme.de
 

John Wick ist zurück - und das noch härter als im ersten Teil, was schon alleine an der FSK-Freigabe ab 18 Jahren, damals ab 16, zu erkennen ist. Im ersten Film bereits gönnte man ihm nicht den Ruhestand, als ihm nach dem Tod seiner Frau sein Hund als letzter Gefährte bei einem Einbruch getötet und zudem sein geliebter 1969er Ford Mustang Boss gestohlen wurde. Also machte sich der ehemalige Auftragskiller auf, Rache an den russischen Gangstern zu nehmen.

Teil 2 beginnt damit, dass sich John Wick (Keanu Reeves) sein Auto zurück holt - natürlich nicht heimlich und leise, sondern mit viel Geballer und einer amtlichen Verfolgungsjagd. Dass da am Ende zukindest äußerlich nicht mehr viel vom Auto übrig bleibt, spielt keine so große Rolle - bis zu Teil 3 wird es restauriert sein. Nur ums Auto geht es aber nicht. Wieder ist Wick der Ruhestand - mit einem neuen Hund an seiner Seite - nicht vergönnt. Der italienische Gangsterboss Santino D'Antonio (Riccardo Scamarcio) stattet ihm einen Besuch ab und macht klar, dass John ihm per Blutschwur noch einen Gefallen schulde - in diesem Fall geht es darum, Santinos Schwester Gianna (Claudia Gerini) zu ermorden. John macht klar, dass er aus dem Killer-Geschäft ausgestiegen ist und lehnt ab. Das lässt der fiese Miese nicht auf sich sitzen und fackelt kurzerhand Johns Haus ab. Nun muss Wick aktiv werden, wobei er den Job in Rom erfüllen soll, gleichzeitig aber auch plant, Santino ins Jenseits zu befördern.

John Wick kommt in dieser Fortsetzung nicht nur noch härter und noch blutiger, sondern auch noch unverwundbarer daher. Es erinnert ein bisschen an Winnetou, bei dem man auch immer das Gefühl hatte, dass 30 schießende Angreifer ihm nichts anhaben können, er aber mit einem Schuss dann alle 30 locker erledigt. Für Freunde von Realismus ist der Film also nichts - für Freunde harter Action, wilder Verfolgungsjagden und zahlreicher Kämpfe Mann-gegen-Mann (oder auch Frau) aber in jedem Fall. In starken Kulissen hat Stuntman Chad Stahelski, der diesmal alleine die Regie übernahm, nachdem sein Partner von Teil 1, David Leitch, aus Termingründen abspringen musste, einen sehr soliden Actionfilm erschaffen, der Genre-Fans gefallen wird.



Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)