King Arthur



D: Clive Owen, Keira Knightley, Til Schweiger, R: Antoine Fuqua, 126 Min.

König Arthur und seine Ritter der Tafelrunde sind Legenden - und zwar derart, dass man die historischen Hintergründe gar nicht mal genau definieren kann, gibt es doch verschiedenste Erzählungen. Regisseur Antoine Fuqua und Produzent Jerry Bruckheimer machen sich dies zunutze und bringen ihre, wohl gut recherhierte Variante in unsere Kinos. Im 5. Jahrhundert befindet sich das römische Reich in einer wackeligen Lage, von unterdrückten Barbarenvölkern angegriffen. Kurzum setzen die Römer auf kriegerische Reiter der Sarmaten, die sie in Pannonien rekrutieren. Zu diesen gehört Lancelot (Ioan Grufud), der in Britannien dann zusammen mit anderen unter dem Feldherrn Arthur (Clive Owen) dient. Zusammen erzielt die Truppe viele Erfolge, und die Sarmaten stehen kurz davor, nach 15 Jahren von Rom wieder in die Freiheit entlassen zu werden. Entgegen aller Erwartungen aber sollen sie noch einen letzten Auftrag erledigen - eine römische Familie aus dem Norden Britanniens sicher in den Süden geleiten. Kein einfaches Unterfangen, sind die die wilden Sachsen sind schon weit vorgedrungen und die Kelten in den Wäldern versteckt. Als Arthur klar wird, dass die ersehnte Ruhe in Rom nur trügerisch ist und er seine Ziele neu definieren muss, verbündet er sich mit den Scoten unter ihrem Anführer Merlin (Stephen Dillane), und auch dessen schöne Tochter Guinevere (Keira Knightley) kämpft als Bogenschützin kräftig mit - für die Zukunft Britanniens, für mehr Gerechtigkeit und für das Christentum.

"King Arthur" wurde einst als brutal und düster angekündigt, bis sich die Verantwortlichen entschieden, die Schere anzusetzen und viele Gewaltszenen zu entfernen. So ist ein Historienfilm entstanden, der mehr Nebel als Schwertkämpfe zu bieten hat. Trotzdem weiß der Streifen zu gefallen durch einen ganz neuen Blick auf den Mythos von Arthur und seinen Rittern, durch eine trotz kleiner Lücken doch interessante Handlung, durch solide Schauspieler und durch passende Bombast-Musik von Hans Zimmer. Til Schweiger macht seine Sache als futzelbärtiger Fiesling gut, weit lieber aber schaut man sich doch Keira Knightley an, der man die kämpferische Guinevere einigermaßen abnimmt. Kein Film, den man gesehen haben muss, aber durchaus einer, über den man sich nicht ärgert.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)