KING ARTHUR: LEGEND OF THE SWORD
Darsteller:  Charlie Hunnam, Jude Law, Àstrid Bergès-Frisbey, Djimon Hounsou
Regie:  Guy Ritchie
Dauer:  126 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.warnerbros.de/kino/king_arthur_legend_of_the_sword.html
 

Die einen mögen Filme von Regisseur Guy Ritchie, die anderen nicht. Sein besonders in den erfolgreichen beiden Sherlock Holmes Filmen aus den Jahren 2009 und 2011 etablierter Stil, Kampfsequenzen in einer Mixtur aus Realtempo, Zeitraffer und extremer Verlangsamung zu inszenieren, prägt auch seine sehr eigene Interpretation der Legende um King Arthur. Dies passt aber gut und verleiht dem ganzen viel Dynamik. Ansonsten setzt Ritchie auf einige Freiheiten in der Story, auf bewusst modern gehaltene, schlagfertige Dialoge, auf pompöse Mittelalter-Landschaften und -Bauten sowie auf nicht nur gut aussehende, sondern auch gut spielende Darsteller.

Shooting-Star Charlie Hunnam ("Crimson Peak", "Die versunkene Stadt Z") kommt muskelbepackt als Arthur daher, der anfangs gar nichts davon weiß, dass er eigentlich der rechtmäßige Thronfolger ist. Man erfährt nämlich, wie Arthur als Kind mit ansehen muss, wie sein Vater Uther Pendragon (Eric Bana) als König genauso wie seine Mutter in einer düsteren Schlacht ihr Leben lassen, während Arthurs Onkel Vortigern (Jude Law) sich die Macht ergaunert. Arthur flieht und wächst in den Gossen Londiniums bei Prostituierten auf, wird dort vom harten Leben zum Mann gestählt. Erst als Arthur es eher durch Zufall vermag, als erster das sagenumwobene Schwert Excalibur aus dem Stein zu ziehen, in dem es seit dem Tod Pendragons steckt, wird klar, dass er zu Größerem berufen ist - auch wenn ihm das zuerst gar nicht gefällt. Zusammen mit einigen Gesellen um die mystische Magierin Mage (Àstrid Bergès-Frisbey) beginnt Arthur damit, sich der gewaltigen Macht des Schwertes zu stellen und Vortigern, dessen übles Treiben ihm in rückblickenden Visionen immer klarer wird, die Stirn und einiges mehr an Muskelmasse zu bieten - für die Einigung des Volkes, für die Gerechtigkeit und natürlich aus Rache...

Guy Ritchies Umsetzung des Legenden-Epos ist ein kurzweiliges Abenteuer voller prächtiger Aufnahmen, einigem an Fantasy und massig Action. Besonders in 3D auf der großen Leinwand bereitet der Streifen viel Freude.



Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)