Big Daddy

D: Adam Sandler, Joey Lauren Adams, Steve Buscemi, R: Dennis Dugan, 93 Min.

Sonny Koufax lebt ein sorgloses und leicht chaotisches Leben, infantil, sportbegeistert und lieb, aber er ist auch ein Verlierertyp, was er sich nicht nur ständig von seinem Vater am Telefon anhören muß, nein, auch seine Freundin Vanessa verläßt ihn für eine Weile mit der Aufforderung, sich einen richtigen Job zu suchen und Ordnung bzw. Sinn in sein Leben zu bringen. Was tun? Als sein Wohngemeinschaftspartner, der Geschäftsmann Kevin Garrety (Jon Stewart), auf eine längere Dienstreise geht, steht plötzlich ein Junge vor der Tür, mit einem Zettel, auf dem steht, daß Kevin sich im ihn kümmern soll, da es sein Sohn sei. Sonny bekommt heraus, daß es sich um Julian handelt, dessen Mutter leider früh sterben mußte. Nun steht er vor dem Zwiespalt, sich gegenüber den Behörden als Kevin auszugeben und dem Jungen ein Zuhause zu geben, bis sein leiblicher Vater heimkehrt, oder aber den Jungen an eine Pflegefamilie abzugeben. Hierin sieht er die Chance, seiner entlaufenen Freundin zu zeigen, daß er Verantwortung übernimmt, so behält er den Jungen. Bald merkt er, daß es nicht einfach ist, einen kleinen Jungen zu beschäftigen, zu pflegen und bei Laune zu halten. So läßt er Julian einfach an seinem Leben teilhaben und zeigt ihm, wie er im Park den Skatern beim Hinfallen zuschaut (mit etwas Nachhelfen) oder wie man an Hauswände oder Türen pinkelt. Außerdem erinnert er sich an die Autorität seines Vaters und bringt dem Jungen bei, immer das zu machen, worauf er Lust hat. Bald läuft Julian in abenteuerlichen Klamotten herum, kümmert sich nicht um seine Hygiene (was auch Sonny nicht tut, so daß Julian in der Schule als extrem stinkend auffällt) und wirft Skatern Stöcke vor die Füße. Trotzdem, seine Freundin bekommt Sonny nicht wieder, die hat sich nämlich inzwischen einen viel älteren Mann geangelt. Doch da gibt es ja noch Layla, in die er sich verliebt, und die Sonny und Julian auch sehr mag. Leider kommt das Amt irgendwann dahinter, daß Sonny nicht Kevin ist, und so wird Julian ihm weggenommen, dabei hat Sonny gerade angefangen, ihn richtig zu erziehen...
Natürlich ist "Big Daddy" eine Komödie, schließlich spielt Amerikas Top-Komiker Adam Sandler die Hauptrolle, und Regie führt Dennis Hugan, der mit ihm auch schon "Happy Gilmour" gedreht hat. So hat man dann auch sehr viel zu lachen, ob Sonny nun Flecken aller Art (Urin im Bett oder Erbrochenes auf dem Boden) einfach mit Zeitung abdeckt, ob er Julian zum Frauen-Anbaggern benutzt oder ob Julian an der spannendsten Stelle der Football-Übertragung darauf pocht, das Känguruh-Lied auf Video zu sehen. Die Gags sind wirklich gut und nur ganz selten flach. Außerdem ist dies aber auch ein leicht tragischer Film über jemanden, der es nur gut meint und doch viel falsch meint. Julian gewöhnt sich an Sonny als Aushilfs-Vater und soll dann zu einer anderen Familie kommen, wogegen Sonny kämpft, hat doch auch er den kleinen Julian lieb gewonnen wie einen eigenen Sohn. So kommt auch eine rührende Komponente in den Film. Wenn man weiß, daß man sich hier auf eine Komödie einläßt und nicht auf einen Film mit großem Anspruch, dann ist man bei "Big Daddy" bestens bedient, denn zum Lachen hat man viel Gelegenheit.
Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)