Der Diamantencop

D: Martin Lawrence, Luke Wilson, R: Les Mayfield, 93 Min.

Gangster Miles Logan (Martin Lawrence) macht mit drei Komplizen den Raub seines Lebens, als er einen 20-Millionen-Dollar-Diamanten entwendet. Leider gestaltet sich alles etwas anders als geplant, da sein Partner Deacon (Peter Greene) aus Habgier einen anderen der vier Jungs erschießt und seine Waffe nun auf Logan richtet, während Kamerad Nummer vier bereits mit dem Wagen fliehen mußte. Als alles schon von Polizisten wimmelt, fliehen Deacon und Logan per Seil auf die gegenüberliegende Baustelle, wo letzterer den Diamanten in einem Lüftungsschacht versteckt, bevor die Polizei ihn festnimmt, während Deacon sich aus dem Staub gemacht hat.
Zwei Jahre später, Logan kommt aus dem Gefängnis wieder frei. Natürlich möchte er sich den Diamanten wiederholen und stellt mit Erschrecken fest, daß die ehemalige Baustelle sich in ein schmuckes Polizeirevier verwandelt hat. Als Pizzalieferant versucht er, in den dritten Stock, wo er damals den Diamanten versteckt hatte, zu gelangen, scheitert aber bereits am Pförtner, der ihm klarmacht, daß nur Polizisten oder Verbrecher in die oberen Etagen kommen. Dank Onkel Lou, einem begnadeten Fälscher, wird aus Logan der nach L.A. versetzte Raubdezernat-Cop Malone, in seiner Akte mit Auszeichnungen nur so überhäuft. Leider wird Malone nicht, wie erhofft, am Schreibtisch plaziert, sondern geht mit dem seichten Neuling Carlson (Luke Wilson) in den Außeneinsatz, wo er sich durch sein Wissen an Gangstervorgehensweisen als Supercop entblößt, was kurz darauf eine Beförderung zum Chief Detective nach sich zieht. Schließlich findet er den Diamanten doch noch, allerdings wieder nicht in einer entspannten Situation, denn hierfür muß er nicht nur einen gefährlichen Drogendealer hoch nehmen, auch Deacon taucht plötzlich wieder auf und will ihm an den Kragen.
Die Story klingt nicht nur an den Haaren herbeigezogen, sie ist es auch. So kann man den ganzen Film lang schon immer ahnen, was gleich passieren wird, nicht sehr spannend. Hinzu kommt eine Anhäufung von flachen Gags, über die man nur ganz, ganz selten lachen kann. Ein Schuß Action dazu, damit wäre der Streifen dann auch schon beschrieben. Als Komödie ein Flop, als Actionfilm dürftig, unrealistisch bis zum Horizont und in keiner Weise - sieht man mal von ganz netter schwarzer Musik ab - sehenswert.
Wertung: 1 von 10 Punkten

(Tobi)