Ich liebe Dick

D: Kirsten Dunst, Michelle Williams, Dan Hedaya, R: Andrew Fleming, 94 Min.

USA, Anfang der 70er-Jahre. Die beiden 15-jährigen Mädchen Betsy (Kirsten Dunst) und Arlene (Michelle Williams) treffen, als sie nachts heimlich einen Liebesbrief an einen angehimmelten Star in den Briefkasten einwerfen, auf der Treppe von Watergate, wo Arlene mit ihrer Mutter in einem Appartement wohnt, einen mysteriösen Mann. Dieser steht, was beide nicht ahnen, Wache für den Watergate-Einbruch, der durch einen Wachmann, der die beiden Mädchen im Parkhaus hört, erst entdeckt wird. Kurz darauf treffen die beiden Mädels den Mann wieder, im Weißen Haus, wo sie auf einem Klassenausflug zur Besichtigung unterwegs sind. Prompt werden die beiden unauffällig zum Verhör in ein Büro gebeten, wo sie kurz darauf Präsident Richard "Dick" Nixon (Dan Hedaya) kennenlernen, als sie - Tiernärrinnen wie sie sind - seinen Hund Checkers herbeipfeifen, den sie durch die offene Tür in gegenüberliegenden Raum sehen, um in verzückte Knuddelei zu verfallen. Dick scheint sehr nett und bietet den Mädchen an, in Zukunft öfters mit seinem Hund Gassi gehen zu dürfen, als offizielle Hunde-Gassigeher des Weißen Hauses. Ganz begeistert vom Präsidenten beginnen die Mädchen, für ihn zu schwärmen. Als Nixon ahnt, daß beide zu einer Bedrohung werden könnten (platzen sie doch auch einfach in ein Zimmer, wo Dokumente zerschreddert werden und Geld gebündelt in Koffern liegt), macht er sie zu seinen geheimen Jugendbeauftragten, was sie nicht daran hindert, in der Schule und überall mit ihrem guten Draht zum Präsidenten, dem sie nichts Böses zutrauen und ihm deshalb auch nicht in die Quere kommen, zu prahlen. Arlene verliebt sich sogar in den angehimmelten Dick, und als sie in einem unbeobachteten Moment ihre Liebe auf ein in einer Schreibtischschublade seines Büros entdecktes Tonband offenbart, da ändern sich die Fronten schlagartig. Als sie das Band nämlich zurückspult, um es lieber doch zu löschen, da hört sie nicht nur geheime Gespräche des Präsidenten über Watergate, die sie aber nicht groß interessieren, sondern auch, wie Dick seinen Hund anschimpft und tritt. Fortan sind die Mädchen enttäuscht vom Präsidenten und planen, sich an ihm zu rächen, womit der Watergate-Skandal in Bewegung gerät...
"Ich liebe Dick" ist eine spritzige und witzige Komödie, bei der man viel zu lachen hat, über gute Gags, über diese einfallsreiche Hinbiegung der Geschichte oder aber auch nur über das Outfit der Flower-Power-Generation. Daß Nixon im Endeffekt über zwei Backfisch-Mädels stolpert, darauf muß man erst einmal kommen. Ein Film, der Spaß macht.
Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)