Das Ende einer Affäre

D: Ralph Fiennes, Julianne Moore, Stephen Rea, R: Neil Jordan, 103 Min.

London, 1946. Der Schriftsteller Maurice Bendrix (Ralph Fiennes) trifft beim Durchqueren des Hyde Parks in einer regnerischen Nacht einen alten Bekannte, den Staatsbeamten Henry Miles (Stephen Rea). Dieser erzählt ihm, dass er keine Ruhe findet, glaubt er doch, seine Frau Sarah (Julianne Moore) betrüge ihn mit einem anderen Mann. Was Miles nicht weiß: Bendrix hatte selbst bis vor zwei Jahren eine leidenschaftliche Affäre mit Sarah. Da er immer noch nicht recht über die Affäre und ihr merkwürdiges Ende hinweg ist, beschließt Bendrix, herauszufinden, ob Sarah wirklich einen neuen Liebhaber gefunden hat. Geschickt bietet er Miles, der ihn nach Hause mitgenommen hat, an, an seiner Stelle Sarah durch einen Privatdetektiv beschatten zu lassen, doch Miles schämt sich für seine Eifersucht und bitte Bendrix, alles einfach wieder zu vergessen. Beim Verlassen des Hauses trifft Bendrix die heimgekommene Sarah, und sofort brodelt es wieder heiß in ihm, kommen die Erinnerungen an damals hoch. Das Kennenlernen kurz vor Kriegsausbruch 1939, die Affäre hinter dem Rücken des nichts ahnenden Miles, das abrupte Ende derselben. Bendrix beginnt, Sarah beschatten zu lassen, um heraus zu bekommen, ob sie vielleicht schon damals aufgrund eines anderen Mannes Schluss gemacht hatte. Während nun der leicht trottelige, aber liebenswürdige Detektiv Mr. Parkis (Ian Hart) sich an Sarahs Fersen heftet, trifft sich Bendrix nach einem Anruf der Ex-Geliebten mit derselben in einem Cafe, ist allerdings eher abweisend zu ihr. So dauert es noch eine ganze Weile, ehe Bendrix erfährt, wer der Mann ist, mit dem Sarah sich trifft, und warum es damals so überraschend für ihn kam, das Ende einer Affäre...
"Das Ende einer Affäre", entstanden nach einem Roman von Graham Greene, ist ein gelungener Film, der eine sowohl leidenschaftliche als auch tragische Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen aus beiden Sichtweisen nach und nach aufarbeitet. Ein Streifen, der durchaus fesselnd gemacht ist, völlig ohne große Action, dafür mit kleinen witzigen Stellen, meist im Zusammenhang mit Mr. Parkis, und vielen Momenten voller Melancholie, Leidenschaft, Sehnsucht und Schönheit. Schauspielerisch überzeugen sowohl Ralph Fiennes als auch Julianne Moore auf ganzer Linie.
Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)