Halloween H 20

D: Jamie Lee Curtis, Adam Arkin, Josh Hartnett, R: Steve Miner, 86 Min.

Michael Myers is back!!! 20 Jahre nachdem er schon mal eine amerikanische Kleinstadt als messerschwingender Massenmörder unsicher machte, kommt er jetzt wieder, um endlich seine Schwester (Jamie Lee Curtis) ins Jenseits zu befördern, was ihm ja das letzte Mal nicht gelungen ist. Diese ist inzwischen Direktorin eines Internats und hat eigentlich schon genug damit zu tun, ihr Trauma, das aus Michaels erstem Amoklauf resultierte, zu überwinden und ihr Leben mit ihrem Sohn halbwegs auf die Reihe zu kriegen, der selbstverständlich Schüler des Internats ist und unter der überzogenen Fürsorge seiner Mutter und ihren ständigen Alpträumen reichlich zu leiden hat. Und während alle anderen Schüler zum Halloween-Campingausflug starten, muß er im Internat bleiben, wo sie auf ihn aufpassen kann. Doch er hat ein paar gute Freunde, die ihn natürlich nicht im Stich lassen und es arrangieren können, auch nicht mitfahren zu dürfen, so daß die vier alles für eine gemütliche Halloween-Party vorbereiten können. Aber wie es nunmal so ist: Mutter hat immer recht! Denn Michael kommt pünktlich zum 31. Oktober ins Internat, um zu töten. Dabei trickst er sogar den wachsamen Pförtner (hinreißend lässig-lieb: LL Cool J) aus und hat auch wieder ein Messer so groß wie ganz Polen dabei. Er hat jedoch die Rechnung ohne seine Schwester gemacht, die, auch nicht weniger schwer mit einer riesigen Feueraxt bewaffnet, diesmal zurückschlägt. Steve Miner hat hier einen Schocker ganz nach alter John Carpenter- Manier inszeniert, der, im Gegensatz zu neueren Werken wie "Scream" oder "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast..." ernsthaft Spannung erzeugt und ohne verworrene Handlung auskommt. Unterstützt wird Miner durch eine hervorragende Filmmusik - das Halloween-Thema ist nach wie vor unerreicht in der Filmgeschichte und geht mal wieder unter die Haut - die auch für so manchen Schreck verantwortlich ist. Auch die Situationskomik kommt nicht zu kurz, denn ein den Helden spielender Halbstarker, nach eigenen Angaben ein Eishockey-Rauhbein, wird kurzerhand mit einem senkrecht im Gesicht steckenden Schlittschuh ausgestattet, womit sich die Maske ein Sonderlob redlich verdient, und wäre da nicht die ärgerliche Schlußszene, könnte sich der Streifen durchaus mit seiner Urversion messen. Dennoch sollten alle, die es lieben, sich mit erhöhtem Blutdruck im Sessel zu verkriechen und sich dabei an den Lehnen oder dem Nachbarn festzukrallen, diesen Film nicht verpassen.
Wertung: 7 von 10 Punkten

(Miguel)