Illuminata

D: Katherine Borowitz, Susan Sarandon, John Turturro, Christopher Walken, R: John Turturro, 119 Min.

New York, 1905. Autor Tuccio (John Turturro) und Theaterstar Rachel (Katherine Borowitz), schon lange ein Liebespaar, sind dabei, Tuccios neuestes Bühnenstück "Illuminata" einzustudieren, in dem es um vergangene Liebe, verlorene Leidenschaft und das Bekenntnis zu den alten Gefühlen geht. Aufgeführt wurde "Illimunata" bislang noch nicht, da die Theaterbesitzer Astergourd (Beverly D'Angelo) und Pallenchio (Donal McCann) das Stück für unfertig halten, ihnen das Ende so nicht zusagt. Als während einer Vorführung von "Cavalleria Rusticana", die von dem einflussreichen Kritiker Bevalaqua (Christopher Walken) besucht wird, der junge Schauspieler Piero (Matthew Sussman) zusammenbricht, da geht Tuccio auf's ganze und präsentiert dem Publikum stattdessen "Illuminata", mit dem Jungstar Dominique (Rufus Sewell) in der Hauptrolle. Am nächsten Tag ist die Spannung groß, wie die Kritik ausfällt, doch beim Aufschlagen der Zeitung gibt es (fast überall) lange Gesichter - Bevalaqua hat das Stück verrissen. Über den Mimen Marco (Bill Irwin) allerdings äußert sich der offensichtlich homosexuelle und exzentrische Kritiker nicht nur sehr lobend, er lädt ihn kurz darauf auch noch zu einem Rendevous ein. Marco zögert, sieht dann aber eine Chance, durch ein Treffen Bevalaqua vielleicht zu bewegen, sich das Stück ein zweites Mal anzuschauen. Unterdessen entscheiden sich die Theaterbesitzer dafür, "Illuminata" nicht spielen zu lassen und statt dessen Ibsen ins Programm zu nehmen. Rachel ist enttäuscht, fügt sich aufgrund ihres Vertrags mit dem Theater aber schließlich, was Tuccio nicht nachvollziehen kann, so dass es zu Differenzen kommt. Genau in dieser Phase bietet die Bühnendiva Celimene (Susan Sarandon) Tuccio an, ihr persönlicher Autor wie auch Liebhaber zu werden, bezahlt. So lässt sie all ihre Verführungskünstle spielen. Ob sie Erfolg hat? Rachel unternimmt indes einen letzten Vorstoß, "Illuminata" doch noch eine zweite Chance zu ermöglichen, indem sie droht, nur dann Ibsen zu spielen, wenn dies geschieht. Und Bill hat Probleme, sich aus den Fangarmen des völlig nach ihm verrückten Bevalaqua zu befreien. Begleitet wird dies alles von Intrigen, Streitigkeiten, Liebschaften und anderen Geschichtchen, die sich rund um das Ensemble und die genannten Personen abspielen.
"Illuminata" ist eine Liebeserklärung an das Theater und an die Liebe selbst, als solche auch nicht schlecht gemacht. Vor allem Katherine Borowitz überzeugt auf ganzer Linie, John Turturro als um sein Stück und seine Partnerin kämpfender Autor sowie Christopher Walken in seiner schrillen Rolle zeigen sich aber ebenfalls in Hochform. "Illuminata" wirkt aber an einigen Stellen etwas überzogen, an anderen etwas in die Länge gezogen. Insgesamt aber nicht schlecht, und auch für Theaterfreunde reizvoll.
Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)