South Park - Der Film

Zeichentrick, R: Trey Parker, 80 Min.

Nun ist es also auch bei uns soweit. Nachdem die erste Staffel der neuen Kultserie "South Park" schon einmal die Lager der Anschauenden ins Fans und Kopfschüttler ob des derben Humors geteilt haben dürfte, kommt "South Park - Der Film" in unsere Kinos.
Kenny, Cartman, Stan und Kyle schleichen sich mit Hilfe eines Straßenpenners in den erst ab 18 Jahren freigegebenen Kinofilm "Feurige Ärsche" von Terrance & Phillip (die man ja bereits aus der Serie als ständig furzende Gesellen kennt). Im Gegensatz zu allen Erwachsenen, die empört den Saal verlassen, amüsieren sich die Jungs prächtig. Hinterher haben die Vier den gesamten Fluchsprachwortschatz der Leinwandhelden übernommen und verbreiten ihn auch sofort beim Eislaufen an alle Freunde, die neidisch sind und den Film nun auch besuchen wollen. Am nächsten Tag sind nicht nur Lehrer Garrison und Mr. Zylinder empört über die neue Ausdrucksweise der Jugend, sondern auch alle in Kenntnis gesetzten und dann ebenfalls mit Flüchen belegten Eltern, die von der Schulleitung herbeigerufen werden. Die Terrance & Phillip-Shirts werden verboten, trotzdem setzen die beiden Furz-Stars ihres Siegeszug durch Kino und auch die Pop-Charts fort.
Stan hat da noch ein ganz anderes Problem. Seine angehimmelte Wendy hat sich mit dem arroganten Streber Gregory angefreundet. In seiner Verzweiflung fragt er Chefkoch um Rat, der ihm rät, die Klitoris zu finden, denn dann würden ihm alle Frauen zu Füßen liegen.
Inzwischen macht die Elternbewegung mobil und Kyles Mutter (laut Cartman und seinem Lied ja eine Schlampe) führt den Aufstand an, ob im Fernsehen oder auf Treffen zur Strategieplanung. Der Feind wird schnell ausgemacht, es sind die Kanadier, denn von dort stammen die Terrance & Phillip-Filme.
Unterdessen versucht der Vertrauenslehrer, die Kids wieder an die normale Sprache heranzuführen, was aber mislingt, da diese sich den Kinofilm immer wieder anschauen und nicht weniger begeistert sind. Als Cartman wettet, dass Fürze nicht wirklich brennbar sind, wie im Film dargestellt, probiert Kenny es aus und kommt im Endeffekt, nach einem Rettungsversuch in der Klinik, ums Leben. Im Gegensatz zur Serie ist hier für den Kleinen aber noch nicht Endstation, er landet nämlich in der Hölle, wo der Teufel mit Saddam Hussein eine sexuelle Beziehung führt.
Oben auf der Erde sind Terrance & Phillip inzwischen verhaftet worden. Vor der UN-Vollversammlung verlangt der kanadische Botschafter die sofortige Freilassung, wird aber nur ausgelacht. Daraufhin kommt es zwischen Kanada und den USA zum Krieg. Präsident Clinton kündigt die öffentliche Hinrichtung von Terrance & Phillip an. Kenny lauscht an der Schlafzimmertür vom Teufel und bekommt mit, dass in dem Moment, wo die Hinrichtung auf der Erde vollzogen ist, der Teufel mit Saddam Hussein auf die Erde kommen will, um dort zu herrschen. Als Geist warnt Kenny seine Freunde. Ob diese es aber schaffen, die Hinrichtung von Terrance & Phillip abzuwenden? Und wird Stan die Klitoris finden?
"South Park - Der Film" ist für Fans der Serie natürlich ein absolutes Muss und es gibt auch viele Stellen, Ideen oder Dialoge, über die man herzlich lachen kann. Es wird allerdings auch sehr viel gesungen, zu viel für meine Begriffe, da hätte ich lieber einige Dialoge mehr gesehen. Als deutsche Stimmen bekommt man unter anderem Heiner Lauterbach, Sigmar Solbach, Elmar Wepper, Rufus Beck, Lilo Wanders, Andreas Türck, Jenny Elvers oder Guildo Horn in kleinen Rollen zu hören. Um es kurz zu machen: wer über die Serie nicht lachen kann, der wird dies hier auch nicht tun, und wer ein Fan ist, der darf den Streifen nicht verpassen.
Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)