Waschen Schneiden Legen

D: Guildo Horn, Susanna Simon, Sissi Perlinger, R: Adolf Winkelmann, 85 Min.

Hmm, eigentlich ist der Rummel um Guildo Horn ja bereits mehr als ein Jahr her, als er mit seinem großartigen Auftritt beim Grand Prix d'Eurovision de la Chanson Deutschland in Hasser und Huldiger spaltete. Nun also ein Kinofilm mit Guildo, und bereits der Titel läßt erahnen, dass man nicht zuviel erwarten sollte. Guildo ist das trottelige Müttersöhnchen Toni, tätig als Hilfe in einem Frisiersalon seines Dorfes, und natürlich liegen ihm die greisen Kundinnen zu Füßen, auch wenn sein Know-How nicht das eines Friseurs ist und er, wenn er dann doch mal gegen den Willen der Chefin Hand anlegt, eher Katastrophen als Frisuren erstellt. Neben dem Salon befindet sich ein Blumenladen, in dem Tonis mehr oder weniger heimliche Liebe Melanie (Susanna Simon) arbeitet, die aber mit dem Oberproll Karl-Heinz (Stephan Kampwirth) liiert ist und diesen auch bald heiraten will. Eines Tages schlägt Melanie Toni vor, mit ihr für vier Tage mit dem Bus nach Berlin zu düsen, da sie etwas Abstand von Karl-Heinz braucht. Natürlich willigt Toni ein, und natürlich läuft nicht alles nach Plan. Toni wird auf dem Rastplatz vergessen, Melanie verläßt daraufhin den Bus, um ihn zu suchen. Zusammen kommen sie per Anhalter im Brummi nach Berlin und checken in kleinen, häßlichen Hotelzimmern ein, getrennt. Sie fühlen sich zueinander hingezogen, Melanie greift dann auch zum Telefon, um Toni zu sich zu bitten, und alles scheint auf Liebe programmiert, als Toni beim Überqueren der Straße zwischen den Zimmern von Gloria (Sissi Perlinger) angefahren wird, einer Fernsehshow-Moderatorin, und sich in sie verliebt. Frustriert ruft melanie Karl-Heinz an, und so ist ein Hin und Her in Berlin unausweichlich. Wird Toni Gloria kriegen oder kommt es doch noch zu einer Romanze zwischen Melanie und ihm?
Die Handlung klingt nicht nur schlecht, sie ist es auch, womit sie sich dem gesamten Film voll anpasst. Dieser Streifen ist von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach unterirdisch mies. Die Gags sind mehr als flach, so daß man eigentlich nur darüber lachen kann, was für eine Frechheit es ist, einen solchen Film überhaupt in die Kinos zu bringen. Guildo Horn zeigt seine nicht vorhandenen Schauspielkünste, er sollte lieber bei der Musik bleiben, hier hat er sein Terrain. Wenn er wie Otto Waalkes durch die Gegend zu flitzen versucht, dann ist das nur ärgerlich. Jede der 87 Minuten ist verschwendetes Zelluloid, und ist der Film endlich zuende, so sagt man (angelehnt an ein Album des (Schlager-, nicht Film-) Meisters): DANKE!
Wertung: 0 von 10 Punkten

(Tobi)