Lantana



D: Anthony LaPaglia, Kerry Armstrong, Geoffrey Rush, R: Ray Lawrence, 120 Min.

Mit "Lantana" bringt der australische Werbefilmer Ray Lawrence seinen zweiten Film in die Kinos. Obwohl der Streifen mit Bildern einer Frauenleiche beginnt, weiß man lange nicht, um wen es sich hierbei handelt, scheinen doch alle Akteure putzmunter. Nach und nach erzählt der Film die Geschichte einiger Paare, deren Beziehungen alles andere als glücklich verlaufen. Der Polizist Leon (Anthony LaPaglia) betrügt seine Frau Sonja (Kerry Armstrong) mit Jane (Rachael Blake), die beide beim Tanzkurs kennen gelernt haben. Diese lebt von ihrem Mann Pete (Glenn Robbins) getrennt, der sich aber so langsam wieder an sie heran macht. Da Sonja merkt, dass es in der Ehe nicht ganz stimmt, sucht sie Rat bei der Psychiaterin Dr. Valerie Somers (Barbara Hershey), die aber selbst ihre privaten Probleme hat. Den Mord an ihrer Tochter vor ein paar Jahren hat sie in einem Buch verarbeitet, das Verhältnis zu ihrem Mann John (Geoffrey Rush) aber läuft eingefroren und lieblos. Einer ihrer Patienten macht ihr Angst - ein Schwuler, der eine Beziehung zu einem verheirateten Mann hat.

Die verstrickten Verhältnisse all dieser Personen - und einiger mehr, wie das von Janes Nachbarn - sind Thema des Films und werden in toller Weise beleuchtet, bis es plötzlich eine Leiche gibt und Leon einen Mörder sucht.

"Lantana" ist sehr dicht und interessant inszeniert, auch wenn die Verquickung der einzelnen Personen ab und an konstruiert scheint. Die Charaktere werden sehr gut ausgearbeitet, und so dreht sich der Film nicht primär um den Kriminalfall, sondern vor allem auch um Betrug und Selbstbetrug, Liebe und Leiden, Vertrauen und Misstrauen. Toller Streifen.

Wertung: 9 von 10 Punkten

Offizielle Website zum Film: www.lantana-derfilm.de.

(Tobi)