LIEBE BRAUCHT KEINE FERIEN
Darsteller:  Cameron Diaz, Kate Winslet, Jude Law, Jack Black
Regie:  Nancy Meyers
Dauer:  90 Minuten
Weblink:  www.liebe-braucht-keine-ferien.de
 

Na, da kommt doch pünktlich zur besinnlichen Vorweihnachtszeit mal ein herzerwärmender Lebesfilm in die Kinos, der sich vor all den anderen dieses Genres wahrlich nicht zu verstecken braucht.
Und das, obwohl die Handlung – Frau tauscht mit Frau Haus für zwei Wochen zwecks Ausspannens und Ausblendens des Alltags über die Weihnachtsfeiertage – einigermaßen konservativ und altbekannt daherkommt. Doch Dank der fein gezeichneten Charaktere und wunderbaren Schauspieler entwickelt sich vom Start weg ein herrliches Rührstück zum Mitfühlen.

Da ist auf der einen Seite die sensible englische Journalistin Iris (schön zerbrechlich: Kate Winslet), die ihr kleines Häuschen in der Nähe von London zum Tausch im Internet inseriert, und auf der anderen die toughe Filmtrailerproduzentin Amanda (Cameron Diaz) auf ihrem luxuriösen Anwesen in L.A., die zufällig auf dieses Angebot stößt und nach eiligem Chat den Tausch kurzerhand klarmacht. Was das Ganze abrundet, ist die Tatsache, dass beide die gleiche Vorgeschichte haben: Liebeskummer bösester Art. Während Amanda gerade ihrem untreuen Freund den Laufpass gegeben hat, versucht Iris ihrer nicht erwiderten Liebe zu einem verlobten Mann zu entfliehen.

Doch tauschen sie nicht nur die Häuser sondern auch die äußeren Umstände – angefangen beim Wetter, über die Wohnungseinrichtung bis hin zum Lebensstandard – und das Umfeld. In dem existiert in England Iris Bruder Graham (ganz der smarte Womanizer in einer ihm auf den Leib geschneiderten Rolle: Jude Law), dessen Bekanntschaft Amanda gleich am ersten Abend machen darf, und der bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
In L.A. wiederum lernt Iris Amandas Kollegen, den Filmmusikkomponisten Miles (Jack Black) kennen, der seinerseits geradewegs in eine Beziehungskrise hineinschlittert.

Der weitere Verlauf ist recht vorhersehbar, aber doch einfühlsam inszeniert und schon durch die Besetzung ist garantiert, dass da eigentlich nicht viel schiefgehen kann. Denn dass Kate Winslet die ausgenutzte Zerbrechliche und Cameron Diaz die Businessfrau spielen kann, und Jude Law den etwas trotteligen Herzensbrecher drauf hat, ist schon zu erwarten. Trotzdem überzeugen sie auf der ganzen Linie und sorgen so für das eine oder andere feuchte Auge, während Jack Black die Farbtupfer in die allgemeine Melancholie hineinsetzt.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Mick)