THE LEGO MOVIE
Animation
Regie:  Phil Lord und Christopher Miller
Dauer:  100 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  www.TheLEGOMovie.de
 

Nachdem es in den letzten Jahren schon diverse rein mit LEGO®-Figuren und -Steinen gemachte Kurzfilme gab und diese sich auf Videoplattformen wie YouTube einer riesigen Beliebtheit erfreuten, war es nur eine Frage der Zeit, bis der erste LEGO-Film in Spielfilmlänge auf die Leinwand kommt. Und hier ist er - THE LEGO MOVIE, angerichtet von den Regisseuren Phil Lord und Christopher Miller ("Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen", "21 Jump Street").

Im Film geht es um den ganz normalen Arbeiter Emmet, der jeden Tag wie tausende andere LEGO-Figuren auch seinen Job tut, sich dabei wohlt fühlt und gar nicht merkt, wie fremdgesteuert sein Dasein doch ist, auch wenn er sich stets an ein Regelwerk hält. Im Endeffekt ist es nämlich der skrupellose President Business, der sein Reich in festen Bahnen lenkt - und der Böses plant, will er doch als Lord Business einen Großteil der Welt mit Kleister zum Erliegen bringen, so dass nur noch er und seine Truppen agieren. Nun ist es allerdings so, dass der Mystiker Vitruvius vorher gesagt hat, dass Der Besondere kommen würde, um die Welt zu retten. Durch einen Zufall hält die Untergrundkämpferin Wyldstyle Emmet für den großen Retter und entführt ihn in ihren actionreichen, aber so gar nicht regelkonformen Kampf. Der völlig überforderte Emmet weiß erst einmal gar nicht, wie ihm geschieht, da Wyldstyle aber sehr attraktiv ist, will er ihr auch nicht sagen, dass er alles andere als besonders ist. Auf seinem abenteuerlichen Weg lernt er diverse Gefährten kennen, wie Batman, Pirat Eisenbart, Einhorn Kitty, Astronaut Benny oder diverse Meisterbauer - oder auch auf der Gegenseite den persönlichkeitsgespaltenen Bad Cop/Good Cop...

Lord und Miller haben es bestens hinbekommen, eine für einen Animationsfilm nicht zwingend untypische Story vom heldenhaften Normalo in sehr witziger und unterhaltsamer Weise umzusetzen, wobei auch viel Gesellschaftkritik mit einfließt. Diese finden sicher eher die erwachsenen Zuschauer witzig, wie auch die Anspielungen auf andere Kinofilme oder Charaktere, aber auch das junge Publikum kommt auf seine Kosten. Die 3D-Szenen sind auch nicht übertrieben, so dass kleine Besucher nicht eingeschüchtert hinter ihrer Brille sitzen - sie sind gut gemacht und verleihen den sowieso schon starken LEGO-Welten, die als Kulisse dienen, besonderen Reiz. Witzig, kurzweilig und für alle jetzigen oder ehemaligen LEGO-Fans ein Muss.



Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)