LIFE
Darsteller:  Jake Gyllenhaal, Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds
Regie:  Daniel Espinosa
Dauer:  103 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Website:  www.life-derfilm.de
Facebook:  facebook.com/LifeKinofilm
 

Filme, die uns in den Weltraum entführen, gab es in der letzten Zeit verhältnismäßig viele. Wir haben Sternenkriege gesehen, die Bepflanzung des Mars, einen dort geborenen Jungen beim Anbandeln mit einem Erdenmädchen und natürlich gescheiterte Raummissionen, mal an reelle Begebenheiten angelehnt, mal fiktional. Letzteres trifft auch auf "Life" zu, den neuen Film von Regisseur Daniel Espinosa ("Kind 44", "Safe House").

Wir lernen eine gutgelaunte Gruppe von sechs Wissenschaftlern auf der internationalen Raumstation ISS kennen. Dr. Miranda North (Rebecca Ferguson) leitet als Mitarbeiterin des Centers for Disease Control and Prevention die Mars Pilgrim 7 Mission. Ihr zur Seite stehen die russische Forscherin Ekaterina Golovkina (Olga Dihovichnaya), der Raumfahrt-süchtige Arzt Dr. David Jordan (Jake Gyllenhaal), der findige Ingenieur Roy Adams (Ryan Reynolds), der leitende Wissenschaftler Dr. Hugh Derry, dessen Beinlähmung in der Schwerelosigkeit weniger Hindernis ist, und der Weltraum-erfahrene Japaner Sho Murakami (Hiroyuki Sanada), der gerade per Livestream Zeuge der Geburt seiner Tochter wird.

Als es ihnen gelingt, die scheinbar außer Kontrolle geratene Sonde mit Bodenproben vom Mars doch noch anzudocken, ist die Stimmung ausgelassen. Bei den Untersuchungen dann ist die Sensation perfekt, als unter dem Mikroskop ein winzig kleiner außerirdischen Organismus vom Mikrobiologen Derry zum Leben erweckt werden kann. Während die Crew weltweit auf der Erde dafür gefeiert wird, außerirdisches Leben entdeckt zu haben, wächst der Mikroorganismus munter heran. Bald schon reagiert Calvin, wie das Wesen auf den Vorschlag eines kleinen Mädchens hin genannt wird, auf seine Umwelt - was zuerst bewundernswert und spannend erscheint, sich dann aber als gefährlich heraus stellt, als Calvin immer kräftiger und intelligenter wird und sich aus seinen Schutzbehältern befreien kann. Sein Ziel scheint klar zu sein: Vernichtung.

Das Drehbuch vom erfolgreichen "Deadpool"-Autorenduo Paul Wernick und Rhett Reese bietet packende Unterhaltung voller Thrill, Langeweile kommt hier nie auf. Espinosa hat das Ganze hervorragend inszeniert, hier stimmt alles, von der anfangs netten, dann bis zum Ende spannungsgeladenen Story über tolle Bilder von Kameramann Seamus McGarvey bis zur Musik von Jon Ekstrand. Hervorragende Besetzung tut ihr Übriges, Gyllenhaal, Ferguson, Reynolds und Co. spielen stark, und Calvin kommt äußerst glaubwürdig daher. Endlich mal wieder ein Horror-Science-Fiction-Streifen, der in Tradition von "Alien" voll überzeugt und fesselt.



Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)