LIVE BY NIGHT
Darsteller:  Ben Affleck, Brendan Gleeson, Elle Fanning, Chris Messina
Regie:  Ben Affleck
Dauer:  129 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Website:  www.warnerbros.de/kino/live_by_night.html
 

Nachdem es beim Oscar-Gewinner "Argo" so gut geklappt hat, dass Ben Affleck Regisseur, Mitproduzent und Hauptdarsteller war, legt der 44-jährige Kalifornier mit "Live By Night" einen weiteren Film vor, in dem er diese drei Funktionen übernahm - und das Drehbuch schrieb er dann auch gleich noch, nach dem preisgekrönten Bestseller "In der Nacht" von Dennis Lehane. Diese Kombination kennen wir doch irgendwoher - richtig, von ihm hatte Affleck 2007 bereits das Buch "Kein Kinderspiel" in das Drehbuch zu "Gone Baby Gone" umgewandelt.

Wir befinden uns im Jahr 1926 in Boston. Kriegsveteran Joe Coughlin (Ben Affleck) macht es seinem Vater Thomas (Brendan Gleeson) nicht leicht - im Gegensatz zu diesem, einem angesehenen Police Deputy Superintendent, ist er an Gaunereien beteiligt, wenn nicht sogar federführend. In einer Zeit der großen Banden hat er es sich allerdings auf die Fahne geschrieben, unabhängig zu bleiben, und so will er weder beim italienischen Mafiaboss Maso Pescatore (Remo Girone) einsteigen, noch bei seinem Rivalen, dem Iren Albert White (Robert Glenister). Dumm nur, dass Joe sich in Whites Flamme Emma Gould (Sienna Miller) verliebt und mit ihr eine Affäre beginnt - was natürlich irgendwann auffällt. Während Emma stirbt, überlebt Joe das Ganze, braucht aber einige Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen. Aus Rache schließt er sich doch noch Pescatore an und kümmert sich zusammen mit Langzeit-Kumpane Dion Bartolo (Chris Messina) im sonnigen Florida um Pescatores Rum-Geschäfte. Hier verliebt er sich dann auch wieder, in die Kubanerin Graciela Corrales (Zoe Saldana), und alles scheint gut zu laufen, bis es Problemen mit Sheriff Irving Figgis (Chris Cooper) und seiner Tochter Loretta (Elle Fanning) kommt.

Ben Affleck legt mit "Live By Night" einen soliden Gangster-Streifen vor, dessen Handlung interessant ist und auch die über zwei Stunden zu Tragen vermag. Irgendwie nimmt man Affleck selbst den bösen Buben im schicken Zwirn allerdings nicht ganz so ab wie seinen Mitstreitern, hier wirken Chris Messina, Robert Glenister und Remo Girone doch noch souveräner. Der Film kommt ansonsten mit guten Bildern daher, ist gut geschnitten und inszeniert - durchaus ansprechend.



Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)