Lost Souls - Verlorene Seelen

D: Winona Ryder, Ben Chaplin, John Hurt, R: Janusz Kaminski, 100 Min.

Janusz Kaminski, der sich als Kameramann für Filme wie "Schindlers Liste" und "Saving Private Ryan" einen Namen machte, wechselte nun erstmals auf den Regiestuhl, was man nicht unbedingt als geglückt bezeichnen kann. "Lost Souls" handelt, ähnlich wie der gleichermaßen misslungene "The Calling" (einige Wochen zuvor gestartet), davon, dass nach 2000 Jahren Gottesherrschaft nun der Teufel das Ruder übernehmen, sprich die Welt beherrschen will. Anders als bei "The Calling" plant er dies nicht in Gestalt seines heimlichen Sprösslings, sondern durch Übernahme eines ausgewachsenen Mannes. Peter Kelson (Ben Chaplin), smarter Geschäftsmann, soll es sein, ahnt davon jedoch nichts, bis die gläubige Katholikin Maya (Winona Ryder) es ihm mitteilt, wobei die Art und Weise, woher sie es nun wieder weiß, mehr als herbeigeschrieben wirkt. Zuerst ist Peter ungläubig, nach und nach aber wird ihm bewusst, dass er wirklich das Ziel des Antichristen ist, und die Übernahme steht kurz bevor. Was tun?
Am besten: den Film verlassen, oder gar nicht erst anschauen. Vom Anfang bis zum Ende ist dieser nämlich nichts als langweilig und ärgerlich. Die Handlung ist einfach mies und verwirrend, Spannung kommt nie auf, und so versucht Kaminski, den Film durch gewollt düstere Stimmung zu retten, was aber noch mehr einschläfert. Schlechte Dialoge und ebensolches Schauspiel, wo man auch Winona Ryder nicht ausnehmen kann, komplettieren das Desaster. Unser Tipp: Geld sparen und lieber anderweitig investieren!

Wertung: 1 von 10 Punkten

(Tobi)