M:I-2

D: Tom Cruise, Thandie Newton, Dougray Scott, Ving Rhames, R: John Woo, 122 Min.

Lange vorher ist die Werbetrommel kräftig gerührt worden, was einen mächtig neugierig machte auf diese Fortsetzung des so erfolgreichen ersten Teils und schon die Anfangssequenz ist dieser Monsterproduktion durchaus angemessen. Da hängt er in Atem beraubender Höhe allein in den Felsen auf dem Weg zum Gipfel unser Tom Cruise alias Ethan Hunt und vollführt, in ausweglose Situation manövriert, einen unglaublichen Stunt, der ihm dann doch noch den Aufstieg ermöglicht. Doch trotz des gewaltigen Eindrucks, den diese erste Szene hinterlässt und der davon kündet, dass hier Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen, bleibt einem doch der Sinn der ganzen Angelegenheit weitestgehend verborgen. Und dieser Gedanke soll einen dann auch den gesamten Film über nicht mehr verlassen.
Da ist der Geheimagent Ethan Hunt, den der smarte Actionheld Tom Cruise so verkörpert, wie man sich das wünscht, und dem als Partnerin die Diebin Nyah Hall (ausdrucksstark und schön sowieso: Thandie Newton) an die Seite gestellt wird. Aber was heißt hier an die Seite gestellt, er muss sie erobern und das läuft hier, man soll es nicht für möglich halten, über ein PS-Duell auf der Straße, wieder so ein Blödsinn, der einem nicht recht einleuchten will, dem Actionfan aber aufgrund der technischen Umsetzung höchsten Respekt abnötigt. Die beiden machen sich nun auf den Weg, den Bossen eines Biochemie-Konzerns das Handwerk zu legen, die ein garstiges Virus entwickelt haben, zu dem nur sie über ein Gegenmittel verfügen. Was liegt also näher, als das Virus auf die Bevölkerung los zu lassen und beim Verkauf des Serums groß abzusahnen. Doch da ist ja mit Nyahs Ex-Lover Sean Ambrose (Dougray Scott) noch der klassische Bösewicht, dem nicht so einfach beizukommen ist, denn wie erwidert doch Anthony Hopkins in der Rolle des Geheimdienst-Chefs Swanbeck Hunts Hinweis auf die Schwierigkeit des Unternehmens so schön: das ist nicht "Mission: Difficult" sondern "Mission: Impossible".
Das war es dann aber auch schon an Handlung, der Rest des nicht gerade kurzen Streifens ist eine ganze Menge Schall und Rauch, der zwar nett angerichtet ist, in den meisten Fällen aber der Realitätsprüfung durch den Betrachter nicht im Geringsten standhält und somit auch sehr schnell wieder verflogen ist. Aber Actionfilm ist schließlich Actionfilm und den bekommt man perfekt inszeniert reichlich geboten.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Miguel)