Minority Report



D: Adam Sandler, Winona Ryder, R: Steven Brill, 96 Min.

Longfellow Deeds (Adam sandler) ist alles andere als ein Karrieretyp - geistig stark limitiert lebt er in einem Kaff namens Mandrake Falls, liefert Pizza aus und ist einfach nur glücklich, mit seinen ebenfalls eher dümmlichen Freunden zusammen sein zu können. Sein Leben ändert sich schlagartig, als Besuch aus New York kommt. Der unsympathische Chuck Cedar (Peter Gallagher) und um Welten netterer Assistent Anderson (Erick Avari) erklären Mr. Deeds (der bitte nur Deeds genannt werden möchte), dass der Medien-Mogul Preston Blake (Harve Presnell) sein Onkel gewesen sein. Gewesen, richtig, denn er ist verstorben, und Deeds als einziger Verwandter erbt plötzlich mal lockere 40 Milliarden Dollar. Die Freude hierüber hält sich in Grenzen, weiß Deeds doch mit der vielen Kohle gar nichts anzufangen, vor allem, da Geld für seine Definition von Glücklichsein keinerlei Rolle spielt. Trotzdem begleitet er die beiden nach New York, um ein paar Tage später dann die nötigen Papiere unterschreiben zu können, um die Firma seines Onkels an Cedar zu verkaufen und wieder in sein kleines, aber nun reicheres Leben abzutauchen. So jedenfalls plant es Cedar, der schon genau weiß, was er mit Blakes Imperium vorhat, und das ist nichts Gutes, wie man wohl schon ahnt.

New York ist für Deeds wie eine andere Welt, vor allem aber das Haus seines Onkels, in dem er nun einige Tage leben wird. Mehrere Butler schwirren um ihn herum - vor allem der schräge Emilio (John Turturro) bereitet ihm Spaß. Nicht nur dies, im Haus gibt es zu Deeds Freude auch noch ein Echo. Es dauert nicht lange, bis sich Deeds in die Schulkrankenschwester Pam (Winona Ryder) verliebt, die aber in Wirklichkeit Babe heißt und eine intellektuell ebenfalls sehr eingeschränkte Reporterin ist, deren einziges Ziel es ist, über den Großerben berichten zu können, um ihrer Karriere einen Schub zu geben. Immer, wenn Deeds nun in der Öffentlichkeit auftaucht, richtet er Chaos an, und immer ist die Kamera - in Babes Bluse versteckt - dabei. Mal macht er eine ausgiebige Sauftour mit John McEnroe (spielt sich selbst), mal verprügelt er einen Tenor im Restaurant. In den Nachrichten wird Deedes zur Spottfigur, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er Pams wahre Identität heraus findet...

"Mr. Deeds" ist ein recht netter, aber eher ruhiger Film, der gar nicht so klamaukig ist, wie man es von Handlung und Sandler-Besetzung denken könnte. Man kann manchmal herzlich lachen, dann aber hat der Streifen auch wieder seine Längen. John Turturro als Butler ist klasse, sicher ein Highlight, ansonsten aber bleibt der Film leider im Mittelmaß stecken. Kann man sich anschauen, muss man aber nicht.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)