MY BIG FAT GREEK WEDDING 2
Darsteller:  Nia Vardalos, John Corbett, Michael Constantine, Lainie Kazan, Elena Kampouris
Regie:  Kirk Jones
Dauer:  94 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  www.mybigfatgreekwedding2-film.de
 

Schlappe 14 Jahre ist es jetzt her, dass Toula (Nia Vardalos) uns und vor allem Bräutigam Ian (John Corbett) mit ihrer nervigen, aber unglaublich sympathischen griechischen Sippschaft auf eine harte Probe gestellt hat. Und nach anfänglichem Kulturschock angesichts der ungeahnten Anzahl an lauten Verwandten konnte der zurückhaltende Amerikaner sich letztendlich zu unser aller Freude mit dem Gedanken anfreunden, Teil dieser großen Familie zu werden.

Nun beglückt uns Nia Vardalos (Drehbuch, Hauptrolle) also mit Teil zwei der verrückten, griechischen Hochzeit. Und das ist, so viel sei vorweg schon mal verraten, überaus gewagt in Anbetracht der Tatsache, dass der erste, so herzerwärmende Teil eigentlich schon auserzählt war, schließlich haben sie ja allen Widrigkeiten zum Trotz zum Schluss geheiratet. Wer also soll es ihnen jetzt gleich tun, ohne uns mit ewigen Wiederholungen tödlich zu langweilen? Da liegt die Latte für die Drehbuchautorin schon immens hoch, und diese reißt sie dann auch zumindest mit der Wade, denn was uns da als Handlung angeboten wird, wirkt schon reichlich konstruiert.

Mangels heiratswilliger Familienangehöriger entdeckt nämlich Toulas Papa Gus (Michael Constantine) urplötzlich bei Stammbaumrecherchen, dass ihm eine amtlich bestätigte Heiratsurkunde fehlt und er so trotz jahrzehntelanger Ehe de facto immer noch ledig ist. Was also liegt näher, als seine langjährige Frau noch einmal mit allem Drum und Dran ganz offiziell zu ehelichen? Und schon sind wir mittendrin, in der großen, ausgeflippten griechischen Hochzeit 2.0. Dass Gus sich davor noch ziert, seiner stolzen Gemahlin (Lainie Kazan) einen traditionellen Heiratsantrag zu machen, ist da allenfalls ein recht lieblos arrangiertes Ablenkungsmanöver vom so oder so ähnlich schon im ersten Teil miterlebten Trubel der Vorbereitungen.

Gut nur, dass es Töchterchen Paris (Elena Kampouris) noch gibt. Die befindet sich nämlich mitten in ihrer pubertären Selbstfindungsphase und sorgt mit ersten zarten Liebesanflügen für ein wenig Abwechslung im erneut kaum ein Klischee auslassenden Hochzeitswahnsinn. Vor allem aber verleiht die anstehende, schwere College-Wahl inklusive Abnabelungsproblematik der Komödie eine Tiefe, ohne die der unbestritten wieder sympathisch inszenierte Klamauk-Streifen an Oberflächlichkeit kaum zu übertreffen gewesen wäre.



Wertung: 4 von 10 Punkten

(Mick)