Nur noch 60 Sekunden

D: Nicolas Cage, Giovanni Ribisi, Angelina Jolie, R: Dominic Sena, 119 Min.

Große Aufmachung, nichts dahinter. Nicolas Cage muss als ehemalig berühmt berüchtigter Autodieb Randall "Memphis" Raines sich selbst reaktivieren, um seinen kleinen Bruder Kip, der leichtsinnig einen Deal verbockt hat, aus den Fängen des bösen, bösen Gangsters Calitri (Christopher Eccleston) zu befreien. 50 ausgewählte Superwagen muss Memphis in vier Tagen abliefern, um Kips Leben zu retten. Natürlich will er nicht, ist er doch inzwischen anständig, aber was tut man nicht alles für seinen Bruder. Also wird die alte Gang wieder zusammengetrommelt und los geht's, begutachtet von der Polizei, die aufgrund seines Auftauchens in Los Angeles vermutet, dass Memphis sich wieder daran machen wird, schnelle Sportwagen, die er so liebt und die Diebstahl für ihn mehr zur Philosophie als zum Gelderwerb werden lassen, zu knacken.
"Nur noch 60 Sekunden" bezieht seinen einzigen Reiz aus den wunderschönen Flitzern, um die es geht, bleibt ansonsten aber mehr als blass. Die Story ist schlecht, langweilig und rettet sich am Ende in eine hirnlose Verfolgungsjagd. Die Charaktere sind mehr als dürftig ausgearbeitet und tangieren einen nicht. Auch schauspielerisch kann man einfach nicht glänzen in solch dummen Rollen. Angelina Jolie als Bandenmitglied "Sway" ist der beste Beweis, mit wenig Spielzeit, als erotisch gewolltes Schmankerl völlig untergehend. Nicolas Cage hat schon in so vielen guten wie auch schlechten Filmen gespielt, dieser ist in jedem Fall einer der miesesten seiner Karriere. Langweilig und überflüssig.

Wertung: 2 von 10 Punkten

(Tobi)