Ocean's Eleven



D: George Clooney, Matt Damon, Brad Pitt, Andy Garcia, R: Steven Soderbergh, 116 Min.

1960 war es, als Frank Sinatra, Sammy Davis, Jr. und Co. in "Frankie und seine Spießgesellen" coole Gangster spielten. Jerry Weintraub war damals ein erfolgreicher Konzert-Entrepreneur und kannte Frank Sinatra. Inzwischen ist Mr. Weintraub bekannter Filmproduzent, und als dieser hatte er die Idee, ein Remake des Streifens zu realisieren. Zusammen mit Drehbuchautor Ted Griffin machte er sich auf Suche nach einem geeigneten Regisseur, und in Steven Soderbergh (Traffic, Erin Brockovich) fand er diesen. Wie damals sollte ein Ensemble an Stars die Hauptrollen übernehmen - das Ergebnis spricht für sich.

Danny Ocean (George Clooney) ist gerade frisch auf Bewährung aus dem Knast in New Jersey raus, als er seinen nächsten Coup bereits plant: den größten Casino-Raub der Geschichte, natürlich in Las Vegas, wo ein unterirdischer Tresor die Schätze dreier Casinos beinhaltet. Eigentümer dieser ist der harte und erbarmungslose Unternehmer Terry Benedict (Andy Garcia), den Danny nicht umsonst zum Ziel genommen hat - er ist seit kurzem mit Dannys Ex-Frau Tess (Julia Roberts) zusammen. Von diesem Hintergund erzählt Danny seinen zusammengesuchten Partnern natürlich nichts. Mit von der Partie sind der Kartenspiel-Profi Rusty (Brad Pitt), der Taschendieb Linus (Matt Damon), der Pyrotechniker Basher (Don Cheadle), die Malloy-Brüder (Casey Afflek und Scott Caan), der Ex-Gauner Saul (Carl Reiner), der Akrobat Yen (Shaobo Qin), der ehemalige Hotelbesitzer Reuben (Elliott Gould), der Kartengeber Frank (Bernie Mac) und Überwachungsprofi Livingston (Eddie Jemison). Elf Mann machen sich auf, den spektakulären Raub durchzuführen, in der Nacht des Boxkampfes zwischen Lennox Lewis und Dr. Wladimir Klitschko, die somit auch einen Cameo-Auftritt haben. Dannys Hingezogenheit zu Tess bringt die Angelegenheit jedoch etwas in Schieflage, und Terry Benedict sollte man auch nicht unterschätzen...

"Ocean's Eleven" ist als Remake sehr gut gelungen. Es macht einfach nur Spaß, den Film zu sehen, und dies nicht nur wegen des Zusammenspiels dieser vielen Stars. Die Story ist gut und verzichtet auf typische "Plötzlich geht absolut alles schief, in letzter Sekunde klappt dann aber doch alles - puh, Glück gehabt!"-Sperenzien. Die Handlung läuft - gespickt mit netten Dialogen - ab und man erfreut sich an der Coolness des Plans und der Gangster.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)