Panic Room



D: Jodie Foster, Kristen Stewart, Forest Whitaker R: David Fincher, 102 Min.

Nach der Trennung von ihrem reichen Mann zieht Meg Altman (Jodie Foster) zusammen mit ihrer elfjährigen Tochter Sarah (Kristen Stewart) in ein großes, mehrstöckiges, altes Haus in Manhattan. Besonderheit des neuen Domizils ist ein Geheimzimmer, der Panikraum, komplett stahlverkleidet, sicher wie ein Banktresor. Von hier kann man mit Überwachungsbildschirmen die Aktivitäten im gesamten Haus einsehen, überall sind Kameras installiert. Meg und Sarah finden dies zwar ganz nett, planen aber nicht, den Raum irgendwie zu nutzen. Dies geschieht dann doch ganz fix, als bereits in der ersten Nacht drei Einbrecher zu Besuch kommen, was Meg früh genug merkt, um mit Sarah in besagten Raum zu fliehen. Doof nur, dass der versteckte Tresor, hinter dessen Inhalt die drei Ganoven her sind, sich ebenfalls im Panikraum befindet. Es beginnt ein Nervenspiel und Kräftemessen zwischen den beiden Eingeschlossenen und den Dieben, die nichts unversucht lassen, um in den Raum zu gelangen. Kritisch wird es, als die zuckerkranke Sarah ihre Injektion benötigt, das Spritz-Set aber außerhalb des Raumes liegt...

Regisseur David Fincher hat sich bereits Lorbeeren für Thriller wie "Sieben" oder "The Game" verdient, nun schlug er erneut zu, und wieder ist ein prima Film entstanden. Schon der Vorspann, bei dem die Namen der Darsteller in die Skyline Manhattans eingearbeitet wurden, ist sehenswert. Es folgen atemberaubende Kamerafahrten und Momentaufnahmen, die niemals ihre Wirkung verfehlen - Fincher erzeugt Spannung, wo er sie erzeugen will. Der Zuschauer ist an den Kinositz gefesselt und lebt die Beklemmung im Panikraum förmlich mit. Jodie Foster spielt gewohnt gut, auch Forest Whitaker als sympathischter der drei Einbrecher überzeugt voll und ganz - die anderen Rollen sind ebenfalls sehr gut besetzt. Nichts für schwache Nerven, dieser Film - der beste Thriller seit langem.

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)