Paycheck - Die Abrechnung



D: Ben Affleck, Uma Thurman, Aaron Eckhart, R: John Woo, 110 Min.

Michael Jennings (Ben Affleck) ist ein Technik-Genie und als solches ein gefragter Mann, wenn es um bahnbrechende Erfindungen der Industrie geht. Was ihn besonders macht, ist seine Arbeitsweise, denn nach den Jobs lässt er sich das Kurzzeitgedächtnis durch eine Art Gehirnerhitzung löschen und kann sich dann nicht mehr an die gerade verrichtete Arbeit erinnern - optimal für Firmen, die Angst haben, dass ihre Geheimnisse verraten werden könnten. So weiß Michael z.B. nicht, dass er als letztes eine Art 3D-Monitor ohne Monitor entwickelt hat, eine besondere Art der Projektion in den Raum. Auch die Liebelei mit einer hübschen Blondine ist vergessen - egal, er hat gutes Geld auf dem Konto und fühlt sich gut. Auf einer Party lernt er Rachel (Uma Thurman) kennen, baggert sie sehr direkt an und bekommt eine Abfuhr. Was soll's, wird ihm doch bald der Deal seines Lebens angeboten. Für eine achtstellige Summe soll er ein Projekt erledigen - allerdings dauert dieses zwei bis drei Jahre, und seine bisher längste Gedächtnislöschung betrug acht Wochen. Trotzdem willigt er nach kurzer Überlegung ein. Er bezieht eine Wohnung auf dem Firmengelände von Allcom, muss alle seine persönlichen Gegenstände abgeben - und das nächste, was er weiß, ist der Moment nach Beendigung des Projektes. Er erhält seine Utensilien zurück und wird verabschiedet. Der Blick auf das Konto, auf dem sich 92 Millionen Dollar befinden, macht ihn froh, nicht jedoch die Nachricht der Bank, dass er vor vier Wochen den Verzicht auf das Geld erklärt habe. Warum hat er dies getan, was war los in den letzten Jahren? Michael macht sich auf die Suche nach der eigenen, verlorenen Vergangenheit. Er findet schnell heraus, dass er für einen Mann namens Rethrick (Aaron Eckart) gearbeitet hat, dass Rachel eine Kollegin vom ihm bei Allcom war und dass er auf das Geld verzichtet hat, um seine vorher abgegebenen persönlichen Gegenstände gegen 19 andere auszutauschen. So sitzt er vor dem Umschlag mit den anscheinend zusammenhangslosen Utensilien und fragt sich, warum er so gehandelt hat. Nach und nach fügen sich die Puzzleteile zu einem Ganzen, wobei ihm schnell klar wird, dass es hier um mehr ging als einen normalen Auftrag. Als Michael vom FBI festgenommen und als Verräter in einem Regierungsprojekt beschuldigt wird, kann er bei einem Feueralarm fliehen. Nun sind ihm die Staatsagenten auf den Fersen, ebenso wie die Dunkelmänner von Allcom, denn anscheinend hat er das Projekt bewusst manipuliert. Zu Hilfe kommt ihm Rachel, mit der er eine Beziehung begonnen hatte, woran er sich aber zuerst natürlich auch nicht erinnern kann. Es beginnt eine actionreiche Flucht, auf der Suche nach den letzten drei Jahren...

"Paycheck" basiert auf einer Story von Philip K. Dick, der auch schon die Vorlagen zu "Blade Runner", "Total Recall" oder "Minority Report" geschrieben hatte. Action-Großmeister John Woo hat einen interessanten und flotten Film inszeniert, dessen Handlung einen packt und der keine Minute langweilig wird. Trotz des technikbasierten Themas kann auf übermäßige Computereffekte getrost verzichtet werden, da die Story genug an Spannung und Reiz birgt. Da macht es auch nichts, dass Ben Affleck und Uma Thurman nur solide spielen, man hat sie durchaus schon besser gesehen. Klasse Streifen, gut gemacht.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)