PERSONAL SHOPPER
Darsteller:  Kristen Stewart, Lars Eidinger, Sigrid Bouaziz
Regie:  Olivier Assayas
Dauer:  110 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.personalshopper-film.de
 

Der Job selbst scheint sehr interessant - als "Personal Shopper" arbeitet die Amerikanerin Maureen (Kristen Stewart) in Paris, kauft für eine ständig auf Achse befindliche Berühmtheit Kleider, Taschen und Schuhe ein, damit diese auch zur nächsten Party mit noch nicht gesehener Garderobe auflaufen kann. Nebenbei aber ist Maureen auch Medium, kann mit Toten in Kontakt treten - und wartet seit Wochen schon in einem Landhaus nahe Paris vergeblich auf ein Zeichen ihres dort verstorbenen Zwillingsbruders Lewis.

Regisseur Olivier Assayas wurde für "Personal Shopper" bei den Filmfestspielen von Cannes 2016 mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet - Glückwunsch, aber nicht ganz nachvollziehbar. Viel zu sehr plätschert der Film vor sich hin und versucht krampfhaft, mit Elementen aus Drama, Übersinnlichkeit, Psychothrill und Suspense Spannung aufzubauen, was aber größtenteils misslingt. Da kommen beispielweise mysteriöse SMS-Nachrichten an und es wird einem suggeriert zu glauben, dass es sich beim Absender um den toten Bruder handeln könnte - woran aber niemand irgendwie wirklich glaubt zu diesem Zeitpunkt - und das ist anstrengend.

Kristen Stewart bleibt im Vergleich zu Lars Eidinger, der den Geliebten ihrer Auftraggeberin toll spielt, blass - da hilft auch Entblößung nichts. Das passt aber bestens zum Film, der einen auch wenig zu packen vermag und mit 110 Minuten auch gemessen an der Handlung viel zu langatmig daher kommt. Schade, hier wäre weit mehr drin gewesen.



Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)