PIRATES OF THE CARIBBEAN - SALAZARS RACHE
Darsteller:  Johnny Depp, Javier Bardem, Brenton Thwaites, Kaya Scodelario
Regie:  Espen Sandberg und Joachim Rønning
Dauer:  128 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.disney.de/pirates
Facebook:  facebook.com/Pirates.of.the.Caribbean.Deutschland
 

Die Abstände zwischen den Filmen werden größer, aber der Fluch der Karibik ist wohl noch lange nicht besiegt. Sechs Jahre nach "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" begibt sich Johnny Depp als Captain Jack Sparrow mit alkoholgeschwängerter Zunge in ein neues Abenteuer. Konnte man durchaus berechtigt die Sorge haben, dass die einst als "Fluch der Karibik" 2003 furios gestartete Reihe mit ihren Fortsetzungen mehr und mehr verflacht, so verlässt man das Kino mit dem freudigen Bewusstsein, dass dem nicht so ist. Im Gegenteil, der fünfte Film ist nach dem ersten der beste und bereitet jede Menge Spaß - vor allem in 3D.

Auf der jahrelangen Suche nach einem Weg, seinen Vater Will Turner (ja, Orlando Bloom kehrt für eine kleinere Rolle zurück) und die gesunkene Flying Dutchman vom Fluch zu erlösen, trifft Henry Turner (Brenton Thwaites) als Matrose der Royal Navy im berüchtigten "Teufels-Dreieck" auf den dort durch einen Fluch festsitzenden, geisterhaft düsteren Captain Salazar (Javier Bardem) und seine Crew. Henry wird als einziger seiner Mannschaft am Leben gelassen, um für Salazar Jack Sparrow ausfindig zu machen, denn nur er kann Salazar aus seinem finsteren Dasein befreien. Sparrow befindet sich zwar gerade hackedicht auf Raubzügen, schließt sich aber, nachdem sich seine Crew von ihm abgewendet hat, Henry und der hübschen Astronomin Carina Smyth (Kaya Scodelario) an bei der Suche nach dem legendären Dreizack des Poseidon, der seinem Besitzer völlige Kontrolle über die Meere verleiht. Bald schon herrscht natürlich wieder das Chaos, und nicht nur die Royal Navy ist Sparrow auf seinem zweckdienlich restaurierten Schiff Dying Gull auf den Fersen, sondern auch der dann freigekommene Salazar, der das Ziel hat, alle Piraten auf hoher See zu vernichten.

Den norwegischen Regisseuren Joachim Rønning und Espen Sandberg ("Kon-Tiki") ist es gelungen, der Sparrow-Saga neues Leben einzuhauchen. Erneut actionreich produziert von Jerry Bruckheimer ist hierfür aber vor allem die tolle, ideenreiche Story verantwortlich, die sich Drehbuchautor Jeff Nathanson erdacht hat und die hier nun bildgewaltig umgesetzt wurde. Javier Bardem brilliert nach seiner Bond-Widersacher-Rolle einmal mehr als Bösewicht, und bei Johnny Depp gelingt es einem wider Erwarten doch, seine privaten Eskapaden für zwei Stunden auszublenden, die ihn ja nicht zwingend sympathischer gemacht haben im letzten Jahr. Die restlichen Akteure wie Brenton Thwaites als Henry und Kaya Scodelario als Carina wissen ebenfalls zu überzeugen, und altbekannte Gesichter wie Orlando Bloom als Will Turner und Geoffrey Rush als Captain Barbossa sind natürlich gerne willkommen. Übrigens hat nach Keith Richards in den Teilen 3 und 4 der Saga nun erneut ein bekannter Musiker eine Gastrolle inne - Paul McCartney ist als Pirat kurz dabei, wobei der Mehrwert hier fragwürdig ist, denn im Gegensatz zu Richards, der ohne jede Maske ins Bild gepasst hätte, sieht McCartney doch reichlich fremdartig aus. Ansonsten aber kurzweiliges, sehr unterhaltsames Popcorn-Kino!



Wertung: 9 von 10 Punkten



Wir verlosen zum Kinostart zwei Fanpakete, bestehend aus einem Skull-Glas, einem Notizbuch und einem Karten-Etui. Wer an dieser Verlosung teilnehmen möchte, der klicke einfach hier. Einsendeschluss ist der 25. Juli 2017. Viel Glück!

(Tobi)