HARRY POTTER UND DER FEUERKELCH
Darsteller:  Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson
Regie:  Mike Newell
Dauer:  157 Minuten
Weblink:  www.harrypotter.de
 

Harry Potter (Daniel Radcliffe) sieht schweren Zeiten entgegen. Er wird von Albträumen geplagt, seine Narbe peinigt ihn mehr als üblich. Deswegen ist er froh, dass er keine Zeit mehr hat, über diese beängstigenden Visionen nachzugrübeln, denn vorerst nimmt er mit seinen Freunden Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) an der Quidditch-Weltmeisterschaft teil. Doch der Himmel über dem Quidditch-Zeltplatz erstrahlt auf unheimliche Weise: Dort funkelt das Dunkle Mal, das Erkennungszeichen des bösen Lord Voldemort. Beschworen wird es von seinen Gefolgsleuten, den Todessern, die sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben, seit Voldemort (Ralph Fiennes) vor 13 Jahren verschwunden ist – in jener Nacht, in der er Harrys Eltern ermordet hat. Harry wünscht sich nichts sehnlicher, als in die sicheren Mauern der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei zurückzukehren, wo Professor Dumbledore (Michael Gambon) ihn beschützen kann. Doch in diesem Jahr läuft nichts so wie sonst.

Dumbledore kündigt an, dass das Trimagische Turnier, einer der spannendsten und gefährlichsten Wettkämpfe für Zauberer, diesmal von Hogwarts ausgerichtet wird. Je ein Champion wird aus den drei größten und renommiertesten Zaubererschulen ausgewählt, die dann in einer Serie lebensgefährlicher Aufgaben gegeneinander antreten, um den begehrten Trimagischen Pokal zu gewinnen. Die Hogwarts-Schüler staunen nicht schlecht, als die eleganten Mädchen der Beauxbatons-Akademie und die grüblerischen Durmstrang-Jungen die Große Halle füllen – alle warten atemlos auf die Wahl ihrer Champions. Barty Crouch (Roger Lloyd Pack) vom Zaubereiministerium und Professor Dumbledore leiten die Zeremonie bei Kerzenlicht, und die Spannung steigt, als der verzauberte Feuerkelch je einen Schüler der Schulen für den Wettkampf auswählt. In einem Funken sprühenden Feuerwerk bestimmt der Kelch Viktor Krum (Stanislav Ianevski), den Quidditch-Superstar von Durmstrang, dann folgt die hervorragende Fleur Delacour (Clémence Poésy) von Beauxbatons und schließlich der allseits beliebte Hogwarts-Favorit Cedric Diggory (Robert Pattinson). Doch anschließend spuckt der Kelch unerklärlicherweise einen weiteren Namen aus: Harry Potter. Der erst 14-jährige Harry ist drei Jahre zu jung, um an dem strapaziösen Wettkampf teilzunehmen. Er behauptet steif und fest, dass er seinen Namen nicht in den Kelch geworfen hat und überhaupt nicht am Wettkampf teilnehmen will. Doch die Entscheidung des Kelchs ist verbindlich – Harry muss antreten. Unterstellungen und Neid schlagen hohe Wellen, und die Sensationsreporterin Rita Skeeter (Miranda Richardson) heizt die Gegenreaktionen auf Harry Potters Wahl mit ihren unverschämten Klatschkolumnen sogar noch an. Sogar Ron glaubt mittlerweile, dass sein "ruhmsüchtiger" Freund den Kelch irgendwie dazu gebracht hat, gerade ihn auszuwählen. Dumbledore argwöhnt, dass derjenige, der Harrys Namen für das Turnier vorgeschlagen hat, ihn ganz bewusst in Lebensgefahr bringen will. Deshalb bittet er Alastor "Mad-Eye" Moody (Brendan Gleeson), den exzentrischen neuen Professor für die Verteidigung gegen die Dunklen Künste, den jungen Nachwuchszauberer mit seinem hochsensiblen magischen Auge zu bewachen. Harry bereitet sich auf die schwierigen Aufgaben des Turniers vor – er muss gegen einen Feuer speienden Drachen antreten, in die Tiefen eines großen Sees tauchen und den Weg durch ein Labyrinth finden, das ein seltsames Eigenleben entwickelt. Doch richtig angst und bange wird ihm vor der größten Herausforderung überhaupt: Wie soll er eine Tanzpartnerin finden, die ihn auf den Weihnachtsball begleitet?

Der vierte Harry Potter Film ist der bislang beste geworden. Natürlich schafft es auch Mike Newell nicht, in unter drei Stunden den gesamten Inhalt des dicken Wälzers auf die Leinwand zu transportieren, so bleiben zum Beispiel die Hauselfen diesmal außen vor. Dafür gelingt es Newell besser als seinen Vorgängern Alfonso Cuarón und Chris Columbus, die Charaktere auszuarbeiten. Die Story gibt hierfür natürlich aber auch die richtige Vorlage mit den aufkommenden Pubertätsproblemchen der Magieschüler zusätzlich zu all den anderen Kleinkonflikten und Großgefahren. Szenen wie die Quidditch-Weltmeisterschaft in einem riesigen Stadion oder das Trimagische Turnier machen magisch viel Freude, und gruselig spannend geht es durchaus auch oftmals zu. Klasse!

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)