Road Trip

D: Breckin Meyer, Seann William Scott, Tom Green, R: Todd Phillips, 94 Min.

Das Genre der Highschool-Teenager-Komödie wird nie aussterben. Manchmal ein ärgerlicher Fakt, wenn man allzu dümmlichen Klamauk mit flachen Gags vorgesetzt bekommt, dann aber gibt es auch immer wieder mal Ausnahmen, die infach Spaß machen. "Road Trip" ist eine solche. Regisseur Todd Phillips und Produzent Ivan Reitman setzen eine eigentlich nicht besonders spannend oder neuartig klingende Geschichte locker flockig um, so dass besagte Flachheit nur stellenweise in Erscheinung tritt. Die Story ist schnell erzählt. Josh (Breckin Meyer) ist ein eigentlich anständiges Bürschlein, der am College von Ithaca in der Nähe von New York studiert, während seine Freundin und große Liebe Tiffany (Rachel Blanchard) weit weg, nämlich an der Uni von Austin, büffelt. Trotz der Entfernung lieben sich die beiden, und das gegenseitig erbrachte Vertrauen ist groß - meistens. Als Josh Tiffany allerdings einige Tage nicht erreicht und ihm seine Kumpels einreden, dass eine Fernbeziehung nicht funktioniert und er doch sein Glück lieber vor Ort suchen solle, da lässt sich Josh in seinem Zweifel von der hübschen Beth (Amy Smart) verführen - und filmt das Schäferstündchen auch noch auf ihren Wunsch mit seiner Videokamera. Es kommt, wie es kommen muss. Statt Joshs gesprochenen Liebesbekundungen für Tiffany werfen seine Kumpels versehentlich die Liebesszene in die Post, und so muss Josh sich auf den Weg machen, vor dem Band bei Tiffany einzutreffen, damit sie nichts von dem inzwischen arg bereuten Fehltritt erfährt. Mit drei Kumpels geht es also auf einen Road Trip Richtung Austin, und einiges wird erlebt. Währenddessen kümmert sich der völlig abgedrehte Barry (MTV-Chaot Tom Green in einer wie auf den Leib geschnitzen Rolle) um Joshs Schlange, wartend, dass sie endlich eine weiße Maus verspeist - und ihr auch zeigend, wie sie dies tun soll.
Wie gesagt, dieser Road Trip macht Spaß, sogar sehr viel mehr als "American Pie", der nicht annähernd mithalten kann, eben doch flach war. Die verschiedenen Charaktere sind gut besetzt und ergeben zusammen eine erfrischende Mischung.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)