ROBOTS
Animation
Regie:  Chris Wedge
Dauer:  21 Minuten
Weblink:  www.robots-derfilm.de
 

Aus der Schmiede der "Ice Age"-Macher kommt mit "Robots" ein weiterer rein computeranimierter Film, der richtig viel Freude bereitet. Wir befinden uns in der rein mechnischen Welt der Roboter, die allerdings menschengleiche Züge und Charaktere aufweisen, nur eben zusammengeschraubte Wesen aus Metall sind. Zu Beginn des Film befindet man sich in einer Kleinstadt, in der Tellerwäscher Copperbottom und seine Frau ihren Jungen groß ziehen. Nicht nur aus Geldmangel wächst Rodney (im Original gesprochen von Ewan McGregor, in der deutschen Fassung von Philipp Moog) mit Ersatzteilen auf, durch jährliche neue Teile wird er größer. Generell ist es so, dass die meisten Roboter sich durch Ersatz- oder Gebrauchtteile entwickeln und reparieren, denn teure Neuware kann sie fast niemand leisten. Rodney entdeckt seine Freude am Erfinden von Dingen, getrieben vom Traum, irgendwann ein bekannter Erfinder zu sein und in der Großstadt Robot City beim beliebten Übervater Bigweld (Mel Brooks / Wolfgang Völz) zu arbeiten. So entwickelt er einen kleinen fliegenden Roboter, der dem Vater das Tellerspülen erleichtern soll - beim ersten Einsatz allerdings nur für Chaos und Scherben sorgt. Seinen Traum gibt Rodney aber nicht auf, und so nimmt er den Zug nach Robot City, mit viel Hoffnung im Gepäck. Kaum angekommen, lernt er den witzigen und chaotischen Fender (Robin Williams / Michael "Bully" Herbig) kennen, dem ständig irgend ein Teil vom Körper fällt. Unaufmerksam wie er ist wird Fender aber weit weg befördert, und so steht Rodney alleine vor den Toren zu Bigwelds Imperium. Hier muss er erkennen, dass sein Vorbild anscheinend abgetreten ist und die Firma nun vom materialistischen und hinterhältigen Tyrannen Ratchet (Greg Kinnear / Oliver Kalkofe) geleitet wird, der nicht nur alle Gebrauchtteile, sondern auch alle Auslaufmodelle unter den Robotern einstampfen will, um mit seinen teuren Upgrades reich zu werden. Gegen ihn scheint sich niemand zu wehren - lediglich die Angestellte Cappy (Halle Berry / Sarah Connor) hält nichts vom neuen Boss und traut sich, ihm mutig entgegen zu treten. Dies allerdings erst später, denn zuerst wird Rodney zum Helden der Bevölkerung, als er sich bereit erklärt, "kranke" Roboter zu reparieren. Dies missfällt Ratchet natürlich, und seine böse Mutter, die im Hintergrund (oder Untergrund) die Fäden in der Hand hält, fordert ihn auf, sowohl den verschwundenen Bigweld als auch Rodney aus der Welt zu schaffen...

"Robots" ist ein sehr kurzweiliger Film, der von der ersten bis zur letzten Minute Spaß bereitet. Die Übertragung der Menschenwelt und Charaktere auf Maschinen ist einfach wunderbar, die Gags sind toll, die Integration von Musik unterschiedlicher Stile ist vorzüglich gelungen - und die Animation ist wieder mal perfekt. Gut, die Story an sich vom Bösen, das das Gute verdrängt hat und vom kleinen Mann bekämpft wird, ist nicht neu, aber hier eben in einer ganz anderen Welt umgesetzt. Klasse, ein großer Spaß für jedermann.

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)