THE SALESMAN
Darsteller:  Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti, Babak Karimi
Regie:  Asgar Farhadi
Dauer:  125 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.salesman-derfilm.de
 

Einer der besten Filme des noch jungen Jahres kommt aus dem Iran. Regisseur Asgar Farhadi, der 2011 für "Nader und Simin - Eine Trennung" den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann, beweist erneut seine Klasse - und geht mit diesem Film Ende Februar, als Konkurrent des deutschen Beitrags "Toni Erdmann", wieder ins Rennen um einen Oscar - hoffentlich wird Farhadi zur Verleihung ins Land gelassen...

Emad (Shahab Hosseini) und Rana (Taraneh Alidoosti) leben in Teheran, spielen zusammen nicht nur Theater, sind auch sonst ein Paar. Da ihr Wohnhaus einsturzgefährdet ist, bietet ein Freund vom Theater ihnen eine Wohnung an, die er verwaltet und aus der die Vormieterin gerade ausgezogen ist. Kurz nachdem die beiden dort eingezogen sind, wird Rana in der Wohnung überfallen. Sie überlebt das Ganze zwar, ist aber schwer traumatisiert. Nach und nach findet der verzweifelte Emad heraus, dass die Vormieterin kein ganz normales Leben in der Wohnung geführt hatte, und er findet auch eine Spur zum Übeltäter, dem er natürlich Rache geschworen hat.

Behutsam, und doch extrem intensiv erzählt Farhadi die durchweg glaubwürdige Geschichte. Hierbei stehen Liebe, Ehre, Gerechtigkeit, aber auch Erbarmen im Mittelpunkt, und der Film packt einen emotional. Nebenbei vermittelt er mehr über den heutigen Iran und seine alltäglichen Problematiken. In Cannes erhielt Farhadi hierfür den Preis für das Beste Drehbuch und Shahab Hosseini den Preis als Bester Hauptdarsteller. Ein Oscar-würdiger, toller Film.



Wertung: 10 von 10 Punkten

(Tobi)