Schneefrei

D: Chris Elliott, Mark Webber, Chevy Chase, R: Chris Koch, 89 Min.

Liebe Chevy Chase-Fans, aufgepasst: dieser Film ist wirklich nur für kleine Zuschauer gedacht, und falls er doch as Familienfilm konzipiert gewesen sein sollte, so hätte man sein Ziel verfehlt. Besagter Chevy Chase ist auch nur in einer Nebenrolle zu sehen, als TV-Wetterfrosch Tom Brandston, der auf Anweisung seines Senders in die dümmsten Kostüme hüpfen muss, um die Vorhersagen zu verkünden. Vielmehr geht es um seinen Sohn Hal (Mark Webber), der pubertierenderweise in die hübsche Claire (Emmanuelle Chriqui) verknallt ist, die aber mit einem coolen Aufschneider geht, während er als lieber Normalo wohl so gut wie keine Chance bei ihr hat. Dann aber ist es soweit, es schneit, und schon gibt es den ersten "Schneefrei"-Tag, Schule fällt aus. So schlängelt sich der Film um Hals Bemühungen, Claire zu erreichen, denn, so sagt man: "an einem Schneefrei-Tag ist alles möglich", außerdem um den Kampf der ortsansässigen Kinder (inklusive seiner Schwester Natalie) gegen den Schneepflugmann (Chris Elliott). Er ist das personifizierte Böse, nicht nur äußerlich, mit einem Raben als Begleiter, nein, vor allem befreit er die Straßen von der weißen Pracht, so dass der Schulgang wieder möglich ist. Da sich die Geschichte nur um Schwarz-Weiß-Malerei in verschiedenen Ausdrucksformen dreht, aber nie wirklich interessant wird, kann man sie wirklich nur denjenigen empfehlen, die hier die Hauptakteure sind, Kindern. Sie haben vielleicht sogar Spaß an den kleinen Geschichtchen, während man sich als Erwachsener mehr über Iggy Pop in einer klitzekleinen Nebenrolle als seichten Eisbahnwächter mit dem Zitat "Ich hasse Heavy Metal" freut. Ansonsten: kaum komisch.

Wertung: 3 von 10 Punkten

(Tobi)