School of Rock



D: Jack Black, Mike White, Joan Cusack, R: Richard Linklater, 108 Min.

Was für ein Spaß. Dass der genial verrückte Komiker Jack Black auch ein guter Musiker ist, beweist er mit seiner Rock-Band Tenacious D, auch wenn es hier nicht viel weniger witzig zugeht. Nun kann er sich auch im Kino voll ausleben. Black spielt den Rockmusiker Dewey Finn, der die Jungs seiner Band damit nervt, dass er bei Konzerten immer in wilde Gitarrensoli ausbricht und nicht davon lassen kann, Stagediving zu betreiben, auch wenn er mal unsanft direkt auf dem Hallenboden landet. Seit mehreren Jahren schon lebt Dewey mit seinem zurückhaltenden Kumpel Ned Schneebly (Mike White) zusammen. Doch seit dieser Patty (Sarah Silverman) als feste Freundin hat, ist das Lotterleben für Dewey vorbei. Da er schon 2200 Dollar mit der Miete in Rückstand liegt, ist sie ungehalten und stellt ihm ein Ultimatum - entweder er zahlt das Geld, oder er fliegt raus. Die schlechte Laune ist für Dewey komplett, als er auch noch aus der Band fliegt, und dies kurz vor dem "Battle of the Bands", wo er sich den Durchbruch als Musiker erhofft hatte. Was nun? Als ein Anruf kommt, um Ned in seinem Job als Aushilfslehrer an eine Grundschule zu holen für einige Wochen, gibt sich Dewey als er aus und nimmt den Job an. Frisch rasiert und anständig gekleidet taucht Dewey in der hoch angesehenen Schule auf. Seine Klasse bekommt schnell zu spüren, dass er kein gewöhnlicher Lehrer ist - schnappt er sich doch erst einmal das angebissene Baguette einer Schülerin und erzählt, er habe Durchfall und einen dicken Kopf. Sein Plan - nichts tun und hierfür Geld verdienen. Die Kinder aber wollen etwas lernen. Also erzählt er ihnen etwas über den Tod des Rock 'n' Roll durch Bonzen und MTV. Als er eine Musikstunde beobachtet, kommt ihm eine Idee. Da er keine Mitglieder für eine neue Band findet, schleppt er seine Instrumente in den Klassenraum und beildet aus den Kiddies eine Band. Als Begründung erzählt er etwas von einem Schulband-Vergleich im kommenden Schuljahr, wofür der schon jetzt heimlich üben will. Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug sind schnell besetzt - und Frontmann ist natürlich Dewey selbst. Drei Backgroundsängerinnen gibt es, der Rest der Schüler wird ebenfalls ins Projekt eingebunden, auf witzige Art und Weise. Um den Kindern Rockmusik nahe zu bringen, stehen ab sofort dann Rockgeschichte, Rocktheorie und Bandprobe auf dem Stundenplan, nichts sonst. Ohne dass die restliche Lehrerschaft etwas merkt, bereitet dewey so seine band auf den "Battle of the Bands" vor...

"School of Rock" ist ein super witziger Film mit einem einfach nur überragend aufspielenden Jack Black, der offensichtlich voll in seinem Element als Rock-Besessener ist. Auch die Kinder sind klasse besetzt, hier stimmt einfach alles. Die Story ist so gut gemacht, dass der Film nicht blödsinnig oder an Haaren herbei gezogen wirkt, im Gegenteil, man hat verdammt viel Spaß. Sogar eine Moral wird vermittelt: Rockmusik hat was mit gefühl zu tun, nicht mit Vollfröhnen und Rumhängen. Nicht entgehen lassen!

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)