Schwer verliebt



D: Jack Black, Gwyneth Paltrow, Jason Alexander, R: Bobby und Peter Farrelly, 113 Min.

Hal Larsen (Jack Black) hat alles andere als einen Adonis-Körper, ist beleibt, sieht durchschnittlich aus - also nicht gerade ein Womanizer. Trotzdem scheint er zu denken, er wäre einer, und macht sich immer nur an knackige Frauen heran, die ihn natürlich abblietzen lassen, was ihm aber anscheinend nicht entmutigt. Der Versuch, ihm klar zu machen, dass er seine Ansprüche mal etwas herunter schrauben sollte, misslingt. Eines Tages bleibt er zusammen mit dem Persönlichkeitstrainer Tony Robbins (er spielt sich selbst) im Fahrstuhl stecken und erzählt ihm von seinem Frauengeschmack und mäßigen Erfolgen. Hieraufhin versetzt Tony Hal in eine Art Hypnose, und von nun an sieht Hal Frauen so, wie sich ihr Inneres präsentiert - nette, aber sehr unattraktive Frauen sieht Hal ab sofort als modelhafte Schnecken. Die Frauen sind natürlich überrascht, dass Hal sich ihnen so offensiv nähert und ihnen Komplimente macht, wo sie doch sonst im Leben eher die hässlichen Entlein sind. Hal ist überrascht, dass plötzlich die schönsten Frauen sich auf Gespräche mit ihm und Dates einlassen. Hals bester Freund Mauricio (Jason Alexander) ist geschockt, wenn er Hals neue Flammen sieht, aber Hal lässt sich von ihm nicht einreden, die Frauen seien nicht hübsch, für ihn sind sie ja Überflieger, und daher wecken ihm auch entgeisterte Reaktionen sonstiger Mitmenschen nicht auf. Hal trifft seine Traumfrau Rosemary Shanahan (Gwyneth Paltrow), eine fett-süchtige Mitarbeiterin des Friedenskorps, für ihn aber eine Schönheit. Nach einigem Buhlen sind beide ein Paar, und selbst Rosemarys strenger Vater Steve (Joe Viterelli) nimmt Hal nach einer skeptischen Anfangsphase als seinen zukünftigen Schwiegersohn an. Alles läuft gut, bis Mauricio, weil er seinen alten Kumpel zurück haben möchte, zu Tony fährt und Hal anschließend aus der Hypnose aufweckt. Dieser traut seinen Augen nicht, als er Rosemary erstmals real sieht, ist sie doch alles andere als sein Typ. Er lässt sich verleugnen, macht sich rar - die Beziehung zerbricht. Irgendwie aber tut ihm Rosy auch leid...

"Schwer verliebt" klingt thematisch nicht besonders einfallsreich oder innovativ, ist aber als Film ohne tiefgründigen Anspruch, als nette Unterhaltung wirklich gut gemacht. Mit viel Wortwitz in den Dialogen, lustigen Szenen und guten Schauspielern gelingt es den Farelly-Brüdern ("Dumm und dümmer", "Verrückt nach Mary"), durchgehend Spaß zu bereiten und allzu flachen Humor zu umgehen. Somit ist der Film um Längen besser als der letzte Streifen der Regie-Brüder, "Ich beide & sie".

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)