SERENITY
Darsteller:  Nathan Fillion, Gina Torres, Adam Baldwin
Regie:  Joss Whedon
Dauer:  119 Minuten
Weblink:  www.serenity-film.de
 

500 Jahre in der Zukunft, wir schreiben das Jahr 2507 in den neuen Welten eines Sonnensystems fern von der alten Erde: Die Besatzung des Raumfrachters "Serenity" durchstreift den äußeren Rand der von der Menschheit kolonialisierten neuen Galaxie. Diese wird von der übermächtigen Koalition, der sogenannten Allianz, beherrscht.

Captain Malcolm Reynolds (Nathan Fillion), ein desillusionierter Veteran, kämpfte im galaktischen Bürgerkrieg auf der Verliererseite und verdient sich seinen Lebensunterhalt nun mit kleinen Gesetzesübertretungen und dem Transport von Passagieren und Fracht auf der "Serenity", einem Schiff der Firefly-Klasse. Dabei führt er eine kleine, gut ausgewählte Crew an, die für ihn fast wie eine Familie ist – die sich zankt, aufmüpfig ist, aber auch hundertprozentig loyal. Keiner von ihnen ist ein Fan der Allianz, und so versuchen sie möglichst unauffällig an den Rändern des Universums ihren Geschäften nachzugehen.

Aber als Mal den jungen Arzt Simon (Sean Maher) und seine labile, telepathische Schwester River (Summer Glau) an Bord nimmt, lässt er sich auf mehr ein, als er ahnt. Die beiden sind auf der Flucht vor der Allianz – die vor nichts zurückschreckt, die junge Frau zurückzubekommen, denn sie birgt ein dunkles Geheimnis. Und die Besatzung steckt plötzlich mittendrin in einer Auseinandersetzung mit der scheinbar unbezwingbaren militärischen Macht der Allianz und den so genannten Reavers, einer Gruppe kannibalistischer Wilder, die sich am Rande des Weltraumes herumtreiben.

Aber Mal sieht sich nicht nur von zwei ganz unterschiedlichen aber gleichermaßen todbringenden Feinden gejagt – schon bald müssen er und seine Crew feststellen, dass die größte Gefahr für sie an Bord der "Serenity" selbst lauern könnte...

Der erste Hollywood-Streifen des erfahrenen Fernseh-Serienautors und -regisseurs Joss Whedon ("Buffy", "Angel") basiert auf der TV-Serie "Firefly", die im Jahr 2002 nach elf Folgen abgesetzt wurde. Fan-Proteste halfen nichts, als dann jedoch die DVD-Veröffentlichung ein Erfolg wurde, entschloss man sich bei UIP, die Story im Kino zu Ende zu erzählen. Zum Glück - Whedon erschuf einen kurzweiligen Science-Fiction-Streifen, der alles enthält, was einem den Kinoabend versüßt - vor allem Action, Humor und schräge Typen. Der Anfang des Films ist klasse, wenn der Rückblick auf die ersten Teile der Serie durch einen Traum von River und durch eine irgendwann als Holografie eingefrorene Sequenz erfolgt. Dann geht es im Weltraum weiter, wo der schlagfertige Captain Reynolds mit seiner lustigen Allerwelts-Crew im eher nach Baumaschine ausschauenden Raumschiff vor der Allianz flieht. Statt Slapstick gibt es witzige Dialoge und satirische Momente, doch der Film ist absolut kein trashiger B-Movie, sondern auch in Sachen Kampfaction klasse gemacht. In jedem Fall ein großer SciFi-Spaß, dieser Streifen.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)