Seven Seasons



Naturfilm, R: Gogol Lobmayr, 86 Min.

Mit "Seven Seasons" kommt ein ungewöhnlicher Film in die Kinos, der sehr entspannende Wirkung hat. Der dritte Teil von Gogol Lobmayrs Trilogie "Faszination Natur" ist ein Dokumentarfilm ohne Kommentar - man sieht wundervolle Naturaufnahmen mit schöner Musik unterlegt, für die bekannte Namen wie Klaus Doldinger oder Haddaway verantwortlich waren. Sieben Jahreszeiten? Ja, Lobmayr hat den Sommer viergeteilt und betrachtet neben der warmen, sonnigen Zeit auch Trockenzeit, Sturm und Regen. Dies passt gut, die Bilder sprechen für sich. Und diese sind atemberaubend schön - manchmal wünscht man sich, der jeweils gezeigte Ort wäre klein als Schriftzug eingeblendet, damit man direkt ins Reisebüro rennen und buchen kann. Man sieht bizarre Felsformationen, üppige Vegetation, reißende Wasserfälle, unberührte Landschaften und immer wieder Leben inmitten faszinierender Natur: ein kleiner afrikanischer Junge, der sich über den ersten Regen nach der Dürre freut, Aborigines im Buschland Australiens oder Luchse, die sich majestätisch der winterlichen Landschaft anpassen. Der Film führt den Zuschauer hautnah an die schönsten Plätze der Erde und zeigt, dass jede Jahreszeit ihre eigenen Wunder hat. Der Film wird damit beworben, dass er die Sinne anspricht, und dies tut er dann auch wirklich. Es macht Spaß, solch überwältigende Naturschauspiele auf großer Kinoleinwand zu sehen. Auch technisch ist für Genuss gesorgt, denn der Film ermöglicht erstmals eine komplett digitale Projektion im Kino. Die digitale Bildbearbeitung ergibt eine hochauflösende Szenerie auf der grossen Leinwand im Breitbildformat, die in dieser Form einzigartig ist.

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)