SHERLOCK HOLMES
Darsteller:  Robert Downey Jr., Jude Law, Rachel McAdams, Mark Strong
Regie:  Guy Ritchie
Dauer:  128 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Weblink:  www.SherlockHolmes-DerFilm.de
 

Den "Sherlock Holmes"-Stoff des britischen Autors Sir Arthur Conan Doyle wurde schon x-mal verfilmt - keine einfache Aufgabe also, eine Neuverfilmung durch wirklich Neues sinnvoll zu machen. Guy Ritchie hat sich dieser angenommen und einen unterhaltsamen Film erschaffen, der durchaus Neuerungen bereit hält. Die Besetzung ist mit Robert Downey Jr. als Holmes und Jude Law als Dr. Watson sehr interessant und auch gelungen, ist doch Watson hier nicht der oftmals gesehene, pummelige Mitläufer, sondern ein gut Contra gebender, schlagfertiger und schlagkräftiger Mitstreiter. Holmes ist mangels Beschäftigung und mangels Liebe gut runtergekommen, wird zum leicht weltfremden Eigenbrödler in seiner immer mehr verdreckenden Wohnung. Und filmtechnisch ist zum einen das London Ende des 19. Jahrhunderts inkl. der im Bau befindlichen Tower Bridge fein inszeniert worden, zum anderen gefallen die Momente, in denen einige Actionszenen erst in Zeitlupe erklärt werden, bevor sie in Originalzeit dann rasant ablaufen. Nicht ganz so überzeugend gestaltet sich allerdings die Handlung:

Nachdem Holmes und Watson den Ritualmörder Lord Blackwood (Mark Strong) festgenommen haben, kehrt Ruhe ein. Zu viel Ruhe, denn Holmes weiß - wie erwähnt - nichts mit sich anzufangen. Als Blackwood dann der Tod bevor steht, will er Holmes noch einmal sehen und prophezeit ihm, dass sein Ableben nicht das Ende sein würde. So ist es dann auch, denn Blackwood wird zwar gehängt, scheint aber bald wieder auferstanden zu sein, um weitere Morde zu begehen. Diese Tatsache und auch die Rückkehr seiner großen Liebe Irene Adler (Rachel McAdams) reaktivieren Holmes, und zusammen mit Watson macht er sich daran, den Fall zu lösen...

Die Auflösung am Ende ist durchaus okay, aber mit über zwei Stunden hat Ritchie den Plot zu sehr in die Länge gezogen, als dass er noch durchgehend fesseln könnte. So wird dem Zuschauer zwar anständige Unterhaltung mit einigen Highlights und guter Besetzung geboten, aber kein berauschendes Vergnügen.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)