SHOOTER
Darsteller:  Mark Wahlberg, Danny Glover, Elias Koteas
Regie:  Antoine Fuqua
Dauer:  100 Minuten
Weblink:  movies.uip.de/shooter
 

Nach dem Comeback von Rocky vor Kurzem ist nun auch Rambo wieder da. Denn nicht nur wo Rambo drauf steht, ist auch Rambo drin, wie wir in diesem neuesten Werk von „Training Day“-Regisseur Antoine Fuqua lernen dürfen.

Dabei fängt eigentlich alles ganz harmlos an, wenn man bei einem fehlgeschlagenen Einsatz des Eliteeinheit-Scharfschützen Bob Swagger (Mark Wahlberg) überhaupt von harmlos sprechen kann. Er wird dort nämlich gemeinsam mit seinem Teamkollegen entdeckt und von Hubschraubern unter Feuer genommen, was seinen Partner das Leben kostet. Derart traumatisiert zieht er sich in seine einsame Hütte in den Bergen von Arkansas zurück und will von militärischen Einsätzen nichts mehr wissen.

Doch diese Ruhe hält nicht lange an, denn schon bald ersuchen ihn hohe Militärs, allen voran Colonel Isaac Johnson (Danny Glover) um Hilfe, weil sie ohne sein Wissen als Scharfschütze ein Attentat auf den US-Präsidenten nicht verhindern können. Kaum hat ihn sein Gewissen zu einer Zusage getrieben, ist er auch schon Mittelpunkt einer handfesten Verschwörung geworden und wird als mutmaßlicher Attentäter gejagt.

Gestützt von einer außerordentlich gut durchdachten Story nimmt so der Film unheimlich schnell Fahrt auf, und lässt einen mit dem so ungerecht in die Opferrolle hineingeratenen Swagger mitfiebern, gegen den sich alle Mächte verschworen zu haben scheinen. So ist dessen Erarbeitung der anfänglich undurchschaubaren Zusammenhänge absolut fesselnd. Doch je mehr sich der Nebel über dem Komplott lichtet, desto mehr wird aus dem spannenden Zusammenfügen von Handlungsmosaiksteinchen ein erbitterter Einzelkampf unseres Protagonisten gegen die bösen Mächte.

Und bei immer mehr eskalierenden Waffenorgien, die Swagger fast komplett auf sich allein gestellt inszeniert, sind die Parallelen zum eingangs erwähnten Stallone-Helden kaum zu übersehen. Mögen sie auch noch so ansprechend umgesetzt sein und Actionfans voll auf ihre Kosten kommen lassen, so stößt einem mit fortschreitender Zeit immer öfter die Frage auf, ob diese Gewalt gerechtfertigt und tatsächlich das probate Mittel für die Bekämpfung der Ungerechtigkeit in der Welt ist.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Mick)