SHREK DER DRITTE
Animation
Regie:  Raman Hui, Chriss Miller
Dauer:  85 Minuten
 

Da ist er wieder, der liebenswürdige Oger, der schon in den beiden vorigen Teilen das Publikum mit seinen derben Späßen begeistern konnte. Und auch dieses Mal hat er wieder einiges im Gepäck, um seine zu überstehenden Abenteuer ein wenig aufzupeppen.

Gänzlich ohne eigenes Verschulden hat er jetzt eine Mission zu erfüllen, auf die er eigentlich ganz gut verzichten könnte. Doch die prekäre Situation fordert halt ihre Opfer. Und die definiert sich gleich eingangs anhand der wohl langwierigsten Sterbeszene, die einem je in der Filmgeschichte geboten wurde, und in der kein Geringerer als der König von „Weit Weit Weg“ persönlich geschätzte fünf Anläufe benötigt, um endlich endgültig das Zeitliche zu segnen. Auf dem Sterbebett bestimmt dieser in Ermangelung eines geeigneteren Shrek zu seinem Nachfolger, sollte es nicht gelingen, Arthus, den einzigen anderen rechtmäßigen Thronfolger, herbeizuschaffen. Also führt kein Weg daran vorbei, mit seinen Kumpels Esel und gestiefelter Kater aufzubrechen, um ihn zu finden. Aber genau das versucht der durchtriebene Prinz Charming zu verhindern, um die Krone an sich zu reißen. Der gewinnt nämlich mit einer mitreißenden Rede in der örtlichen Schankwirtschaft, in der sich witzigerweise sämtliche Bösewichte einschlägig bekannter Märchen frustriert die Kante geben, eine Menge Mitstreiter, die endlich auch mal auf der Sonnenseite des Lebens stehen wollen.

Diese kranke Idee alleine verdient schon das Prädikat besonders wertvoll, doch ist damit eigentlich auch schon der Höhepunkt des Films erreicht, denn es schleichen sich im weiteren Verlauf der Suche nach Arthus und der anschließenden Rückkehr mehr und mehr Längen ein. Zwar geben immer mal wieder nette Einfälle Anlass zum Schmunzeln, aber die Anspielungen fallen im Vergleich zum ersten Teil deutlich weniger scharf aus, und so plätschert die Handlung ihrem recht vorhersehbaren Ende entgegen.

Vielleicht ist man aber durch die beiden Vorgänger einfach nur schon zu verwöhnt was detailverliebte, perfekte Animation und Ideenreichtum angeht, um das jetzt richtig zu würdigen. Selbstverständlich hat man es wieder mit einem liebevoll arrangierten Streifen voller lustiger Charaktere zu tun, der Groß und Klein gleichermaßen Spaß bereiten sollte. Dennoch bleibt der Gesamteindruck bestehen, dass man hier den schwächsten der drei Shrek-Filme gesehen hat

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Mick)