Sinbad - Herr der sieben Meere



Animation, R: Tim Johnson, Patrick Gilmore, 90 Min.

Früher einmal waren Sinbad und Proteus die besten Freunde. Heute steht Proteus als redlicher Bürger kurz vor seiner Heirat mit Marina, außerdem ist er dabei, das "Buch des Friedens" sicher in seine Heimat zu bringen, wo es Völkern zu gutem Leben verhelfen wird. Sinbad hingegen ist Pirat und kapert Proteus Schiff, um ihm das Buch zu rauben und sich vom Profit des Verkaufs mit seiner Mannschaft auf den Fidschi-Inseln zur Ruhe zu setzen. Als er sieht, dass es Proteus ist, der das Buch in Sicherheit bringen soll, zögert er kurz, eine Entscheidung wird ihm aber durch ein Seeungeheuer abgenommen, das dafür sorgt, dass sich die Wege kurzzeitig wieder trennen und das Buch bei Proteus bleibt. In den Tiefen des Meeres taucht Eris auf, die griechische Göttin des Chaos. Sie verspricht Sinbad großen Reichtum, wenn er ihr das Buch verschafft. Zuerst hat der Freibeuter dies vor, als er jedoch Proteus und Marina sieht, macht er sich aus dem Staub. Dafür stiehlt Eris in seiner Gestalt das Buch, und Sinbad wird zum Tode verurteilt. Proteus glaubt an seine Unschuld und lässt sich an seiner Stelle einsperren, um Sinbad die Chance zu geben, innerhalb von zehn Tagen das Buch wieder zu beschaffen. Dieser macht sich also auf zu Eris Reich - und Marina ist als zuerst blinder, dann durchaus hilfreicher Passagier mit an Bord...

"Sinbad" ist zwar nur ein mittelmäßiger Animationsfilm, aber kein schlechter. Die Szenen mit dem Seeungeheuer oder der Action-Verfolgung auf einem Schneeberg sind zu sehr von Computeranimation und Tempohascherei bestimmt, die Zeichnungen wirken eher kühl als liebevoll, und der Humor ist zwar nicht platt, aber auch nicht mitreißend, ansonsten aber ist die Handlung nicht so übel und einige Ideen sind durchaus nett. Wer sich vorgenommen hat, dieses Jahr genau einen Animationsfilm zu sehen, der sollte auf den großartigen "Findet Nemo" warten - wer aber gerne in Trickfilme geht, der kann sich "Sinbad" ruhig mal zwischendurch anschauen.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)