SING
Animation
Regie:  Garth Jennings
Dauer:  108 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  www.sing-film.de
 

Nachdem Casting-Shows ein fester Bestandteil unserer Unterhaltungskultur geworden sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Animationsfilm das Thema aufgreift. Die Produktionsfirma Illumination Entertainment ("Ich - Einfach unverbesserlich", "Minions", "Pets") beschert uns nun pünktlich zur Weihnachtszeit die passende Umsetzung.

In "Sing" agieren ausnahmslos Tiere. Koala-Bär Buster Moons früher so gut besuchtes Theater steht auf Grund ausbleibenden Publikums und ausbleibender Ideen kurz vor dem Ruin. Da kommt ihm die Idee, eine Casting-Show zu veranstalten, mit 1.000 Dollar Preisgeld. Seine in die Jahre gekommene Assistentin Ms. Crawley, eine grüne Leguandame, verliert beim Entwerfen des Flyers allerdings ihr Glasauge und so kommt es dauz, dass ein Preisgeld von 100.000 Dollar auf den vielen Zetteln steht, die kurz darauf durch einen heftigen Windstoß in der ganzen Stadt verteilt werden.

Für so viel Geld machen sich natürlich jede Menge Tiere auf den Weg zum Casting. Unter ihnen sind die Schweine-Mama Rosita, die sich täglich um ihre 25 kleinen Ferkel kümmern muss, der Jung-Gorilla Johnny, den sein Vater lieber als Bestandteil seiner Gangsterbande sehen will, die hochnäsige Maus Mike, die sich selbst für den Größten hält, das schüchterne Elefanten-Mädchen Meena, das schwer unter Lampenfieber leidet, und das punk-rockige Stachelschwein-Weibchen Ash, das sich von seinem arroganten Freund loseisen möchte. Sie sind nur einige der vielen Kandidaten, die von der großen Karriere und dem großen Preisgeld träumen - aber sie bringen es weit. Wie gut sie aber auch singen - Buster Moon muss ihnen irgendwann erzählen, dass es nur 1.000 Dollar Preisgeld gibt, oder er schafft es, die 100.000 Dollar irgendwie aufzutreiben...

Drehbuchautor und Regisseur Garth Jennings ("Der Sohn von Rambow", "Per Anhalter durch die Galaxis") hat einen gut gelungenen, kurzweiligen Streifen erschaffen, der Jung und Alt mit viel Rhythmus im Blut zum Lachen und Mitfiebern bringt. Die Story ist zwar etwas vorhersehbar, unterhält aber doch bestens. Die Momente, wo die verschiedensten Tiere aktuelle Songs oder Klassiker zum Besten geben, sind klasse, und die Charaktere der oben genannten Teilnehmer wie auch der von Buster Moon selbst sind hervorragend ausgearbeitet und werden prima vorgestellt. Ein schwungvoller Spaß, den man sich bestens anschauen kann.



Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)