SISTERS
Darsteller:  Tina Fey, Amy Poehler, Maya Rudolph, Ike Barinholtz
Regie:  Jason Moore
Dauer:  118 Minuten
FSK:  freigegeben ab 6 Jahren
Website:  www.sisters-film.de
 

Ein Unglück kommt eben doch selten allein. Es ist ja nicht so, dass es Kate (Tina Fey) gerade blendend ginge: Mal wieder arbeitslos, ständiger Streit mit ihrer Tochter und dann fliegt sie auch noch aus ihrer Wohnung. Zu allem Überfluss erfährt sie gerade dann obendrein, dass ihre Eltern den Beschluss gefasst haben, ihr Haus zu verkaufen und sich ganz altersentsprechend etwas Kleineres zu suchen. Das ist zwar gut gemeint und soll auch finanziell nicht zu ihrem Schaden sein, aber ihr Herz hängt doch noch ungemein an dem Ort, an dem sie gemeinsam mit ihrer Schwester Maura (Amy Poehler) ihre gesamte Kindheit verbracht hat. Doch der Entschluss steht fest, und so macht sie sich mit Schwesterchen kurzerhand auf den Weg um ihr altes Kinderzimmer auszuräumen.

Der Tisch ist also gedeckt fürs Schwelgen in Erinnerungen der beiden so unterschiedlichen Schwestern, denn während Kate schon immer nur auf Party aus war, hatte die vernünftige Maura stets alle Hände voll zu tun, sie vor Schlimmerem zu bewahren. Jetzt aber, beide schon locker in den 40ern, wollen sie die alten Zeiten nochmal aufleben und es, der Mailverteiler der Einladung ist schließlich schnell erstellt, mit all ihren alten Bekannten noch mal so richtig krachen lassen.

Das Szenario ist zwar nicht außerordentlich originell, und wer das Freundinnen-Gespann Fey / Poehler früher schon mal (Saturday Night Live) genießen durfte, weiß auch, dass er keinen hoch philosophischen Diskurs zu erwarten hat, aber dementsprechend eingestellt, lässt sich das Ganze überraschend unterhaltsam an. Schon bei ersten Begegnungen nach Ankunft im Heimatort kann man sich da dank manch spritzigem Dialog – John Leguizamo tut sich da als schmieriger Kleinganove besonders hervor - ein Grinsen kaum verkneifen. Und obwohl in der Folge bei Partyvorbereitung und Feier kein Gag zu flach und keine Situation zu peinlich scheint, gelingt es den beiden Protagonistinnen irgendwie immer wieder, das völlige Abgleiten zu verhindern. Das ist sicherlich größtenteils ihren überragenden Sympathiewerten und der Tatsache geschuldet, dass ihr Spiel mit einer gehörigen Portion Selbstironie verbunden ist, mit der sie sich die Bälle zuspielen. Aber so wird immerhin sowohl befürchtetes Fremdschämen verhindert, als auch trotz überschaubar überraschender Handlung – alte Grabenkämpfe aus der Schule brechen natürlich wieder auf und vor allem wird so ziemlich jedes Klischee bezüglich partywütiger Mittvierziger bedient - der großen Langeweile vorgebeugt.



Wertung: 4 von 10 Punkten

(Mick)