Sorted

D: Matthew Rhys, Sienna Guillory, Tim Curry, R: Alexander Jovy, 102 Min.

Man nehme eine Gangster- oder Kriminalgeschichte, verlagere sie in die Technoszene, würze sie mit reichlich moderner Tanzmusik, verpacke sie in trendy Bilder - und fertig ist ein guter Film. Mal geht solche Rechnung voll in die Hose (der miese deutsche Film "Fandango" war wohl gerade das beste Beispiel hierfür), mal aber geht sie auch auf, wie hier. Carl (Matthew Rhys) kommt nach London, um den mysteriösen Unfalltod seinen Bruders Justin näher zu beleuchten. Dieser war zwar erfolgreicher Anwalt, jedoch nachts in der Partyszene der Stadt unterwegs. Zusammen mit Justins überaus attraktiver Freundin Sunny (Sienna Guillory) taucht Carl mehr und mehr ab, bis er Teil der Szene wird, berauscht durch Pilleneinwurf, Technotanz zu Lichtblitzen und auch Frauenkörper. Schnell bekommt Carl so einen Einblick in ein Leben, das man nicht mehr unter Kontrolle hat. Freunde wie die Drag Queen Martin (Ex-Popstar Jason Donovan, wunderbar anzuschauen) gibt es auf der einen Seite, auf der anderen aber zwielichtige Gestalten wie den exzentrischen Clubbesitzer Damian (Tim Curry in einer passenden Rolle) und sein Gefolge. Langsam kommt Licht in die Umstände von Justins Tod, fragt sich nur, ob Carl dafür genug Durchblick hat.
"Sorted" besticht durch eine gelungene Mixtur aus guten Bildern, die modern und interessant geschnitten sind, passender Musik und ausgeprägten Charakteren, durch eine wunderschöne Sienna Guillory und durch eine Klarheit nicht vermissen lassende Handlung im Dschungel der Partywelt.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)