SEX ON THE BEACH
Darsteller:  Simon Bird, Joe Thomas, James Buckley, Blake Harrison
Regie:  Ben Palmer
Dauer:  97 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Website:  www.sexonthebeach-film.de
 

Der Streifen ist auf der Insel eingeschlagen wie eine Bombe und hat dort als erfolgreichste britische Independent-Produktion die Kassen so richtig klingeln lassen. Nun versucht er also als nächstes das europäische Festland zu erobern, was ihm allerdings um ein Vielfaches schwerer fallen sollte. Denn ging er in England mit sattem Vorschusslorbeer an den Start – die zugrundeliegende TV-Serie „The Inbetweeners“ kann seit 2008 auf eine treue Fangemeinde bauen – muss er sich hierzulande mangels Verbreitung der Fernsehcomedy jeden Anhänger erst hart erarbeiten.

Es geht um vier mehr oder weniger nerdige Jungs, die nach ihrem Schulabschluss ihren ersten gemeinsamen Urlaub angehen und es dort mal so richtig krachen lassen wollen. Dabei steuern sie so ganz nach amerikanischem Spring Break-Muster die Party-Hochburg Malia auf Kreta an, was für die Briten etwa dem deutschen Ballermann gleichkommen muss. Und was dann passiert, schreibt wohl jeder drittklassige Drehbuchautor an einem Nachmittag zusammen.

Einmal angekommen geht natürlich so ziemlich alles schief, was schief gehen kann, angefangen beim Dreckloch von Hotel in dem sie einquartiert sind bis zum einsamen Abend in der nahezu verwaisten Disco, in die sie die heiße Drückerin verfrachtet. Immerhin treffen sie dort auf vier gleichgesinnte Mädels, die zwar nicht ganz halten, was die Dame auf der Straße versprochen hat, dafür aber ganz nett zu sein scheinen. Man sieht sich also wieder, und schon hat sich die Zahl der Protagonisten verdoppelt. Das immerhin bietet die Möglichkeit, ein bisschen auf der Klaviatur der zwischenmenschlichen Beziehungen zu spielen und bringt doch tatsächlich noch sowas wie Gefühle ins Spiel.

Nein, ganz so schlimm wie es klingt, ist es dann doch nicht, was uns Ben Palmer hier präsentiert. Auch wenn wir spätestens seit Tom Gerhardt und „Ballermann 6“ mit dem Sex, Drugs and Rock’n’Roll-Brachialhumor durch sind, und uns der Film trotz einiger erheiternder Momente in keiner Weise überraschen kann, ist die Inszenierung doch nicht nur auf Krawall aus. Und immerhin kommen die acht Hauptfiguren doch einigermaßen sympathisch rüber, was ja schon viel wert ist.



Wir verlosen zum Kinostart drei Fanpakete, bestehend aus einem Filmplakat und einem schlüpfrigen T-Shirt. Wer gewinnen möchte, der klicke einfach hier. (Einsendeschluss: 9. März 2012). Viel Glück!

Wertung: 2 von 10 Punkten

(Mick)