Space Cowboys

D: Clint Eastwood, Tommy Lee Jones, Donald Sutherland, James Garner, R: Clint Eastwood, 120 Min.

Was macht man, um weniger Rentner auf der Erde zu haben? Man schickt sie ins All. So, aber doch unter völlig anderen Voraussetzungen, ergeht es Frank Carvin (Clint Eastwood), Hawk Hawkins (Tommy Lee Jones), Jerry O'Neill (Donald Sutherland) und Tank Sullivan (James Garner), die damals in den späten 50er-Jahren ein Testpiloten der Air Force das tollkühne "Team Daedalus" bildeten. Sie waren bereit, ins All zu starten, dann aber übernahm die NASA das Sagen und übertrug diesen Auftrag einem Schimpansen. Vierzig Jahre später ergibt sich plötzlich doch noch die Chance für die inzwischen alten Herren. Die Russen bitten Amerika um Hilfe, als ihr Kommunikations-Satellit Ikon außer Kontrolle gerät. Warum Amerika? Weil sie damals das Leitsystem von deren Skylab gemopst haben und nun nicht wissen, wie sie Ikon reparieren sollen. Da Skylab schon lange mehr aktuell ist, findet sich aber auch in den Staaten nur ein Mann, der sich mit dem System auskennt - unser Freund Frank Carvin. Der ist immer noch angefressen von der damaligen Schmach und denkt nicht daran, jungen Wissenschaftlern sein Können weiter zu geben, nein, er will selbst noch den Traum verwirklichen und mit seinen Jungs vom Team Daedalus ins All fliegen. Nach einigem Hickhack stimmt der NASA-Verantwortliche, ein alter Feind von den Jungs, zu, sie hoch zu schicken, falls sie die üblichen Tests und Trainingsprogramme auch in ihrem Alter noch meistern, woran er nicht glaubt. Also machen sich die vier liebenswürdigen, altersschwachen Gesellen daran, das Abenteuer Weltraumflug anzugehen...

"Space Cowboys" ist, wenn auch ziemlich unrealistisch, ein netter Film über vier kauzige Oldies, deren Charaktere nicht nur gut ausgemalt, sondern auch durch ein Starensemble besetzt sind, das sich nicht scheut, im wahrsten Sinne des Wortes alt auszusehen. Witzige Dialoge trösten über einige Schwachstellen in der Story hinweg, und im All wird es dann sogar noch leicht spannend, wenn auch etwas zu sehr in die Länge gezogen. Nicht anspruchsvoll, aber nette Unterhaltung, die Clint Eastwood hiermit als Regisseur und Produzent abliefert.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)