Spider-Man



D: Tobey Maguire, Kirsten Dunst, Willem Dafoe, R: Sam Raimi, 136 Min.

Mit "Spider-Man" kommt nach "Superman" und "Batman" wieder mal eine Comichelden-Verfilmung in unsere Kinos, und zwar eine sehr gelungene. Tobey Maguire spielt den Verlierertypen Peter Parker, der in der Schule von den starken Jungs stets nur auf den Arm genommen wird, den im Schulbus niemand neben sich sitzen lässt, den keine Frau bemerkt. Dabei ist der fotografiebegeisterte Junge ein ganz helles Kerlchen, und nett noch zugleich. Seit seiner Kindheit himmelt er seine Nachbarin Mary Jane (Kirsten Dunst) an, diese aber ist mit einem der coolen Typen, die ihn stets veräppeln, zusammen. Sein einziger Freund ist Harry Osborn (James Franco), der Sohn des Großunternehmers Norman Osborn (Willem Dafoe), der Kampfmaschinen für die Regierung entwickelt. Eines Tages wird Peter auf einem Schulausflug in eine Spinnenlabor von einer Spinne, die sich aus einem der Behälter befreit hatte, gebissen. Abends geht es ihm schlecht, als er zu seinem Onkel und seiner Tante, bei denen er lebt, heim kommt. Am nächsten Morgen ist vieles anders. PLötzlich sieht Peter ohne Brille völlig scharf, ist viel muskulöser, und seine Hände haften, egal woran. Bald merkt er, dass er extreme Kräfte besitzt, als er den Freund von Mary Jane vermöbelt. Nicht nur dies, auch kann er Wände hochlaufen und dicke Spinnennatzfäden werfen - Peter ist ein Spinnenmann. Gleichzeitig regiert im Hause Osborn das Böse. Norman wollte ein Mittel zur Kraftverstärkung an sich testen, woraufhin er zum lebenden Jekyll und Hyde wird - mal gut, mal böse, und dann verdammt kräftig. Peter indes nutzt nach dem brutalen Mord an seinem Onkel seine neuen Fähigkeiten dazu, Gutes zu tun. Er fängt Ganoven, rettet Menschen in Gefahr, wird der neuen Superheld: Spider-Man beherrscht die Medien der Stadt. Es kommt, wie es kommen muss: Norman Osborn wird zu seinem Gegner, als Grüner Kobold, der zuerst nur seine persönlichen Feinde aus dem Verkehr zieht, dann aber auch Spider-Man an den Hals will, da er der einzige ist, der ihn aufhalten kann. Natürlich kommt es auch zum Treffen zwischen Spider-Man und Mary Jane, der er zweimal zur Hilfe kommt und die sich in ihn verliebt, nicht ahnend, dass Peter hinter der Maske steckt...
"Spider-Man" hält, was er verspricht: Action, Romanze, Spezialeffekte - eine sehr gute Comic-Umsetzung, die keine Wünsche offen lässt. Die Handlung macht Spaß, die Bilder sind toll, die Darsteller überzeugen in ihren Rollen. Muss man sehen.

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)